153. Montagsdemo gegen S21 S-21-Gegner fordern von Grünen-Politikern Ausstieg aus dem Projekt
SIR, Fotos: www.7aktuell.de/Eyb,Gerlach, 17.12.2012 21:40 UhrStuttgart - Gegner des Bahnprojektes Stuttgart 21 haben grüne Spitzenpolitiker im Südwesten aufgefordert, das Vorhaben angesichts der jüngsten Kostenexplosion zu stoppen. Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Verkehrsminister Winfried Hermann und der künftige Stuttgarter Oberbürgermeister Fritz Kuhn (alle Grüne) dürften sich nicht mehr an das Ergebnis der S-21-Volksabstimmung gebunden fühlen, hieß es in einem offenen Brief. Die jüngst bekanntgewordene Kostensteigerung von mindestens 1,1 Milliarden Euro verletze die Grundlage, auf der die Baden-Württemberger vor gut einem Jahr für den Weiterbau des Projektes votiert hätten, hieß es in dem am Montag in Stuttgart veröffentlichen Schreiben.
Zudem sehen die Unterzeichner - der Schauspieler Walter Sittler, der Theaterregisseur Völker Lösch, die Linken-Politikerin Sabine Leidig und der ehemalige Stuttgarter Bahnhofchef Egon Hopfenzitz - die große Gefahr, dass sich Land und Stadt „irgendwann - vor allem, wenn die Baufortschritte groß genug sind - nicht mehr weigern können, bei weiteren Kostensteigerungen einzuspringen“. Die angesprochenen Grünen-Politiker müssten mit der Bahn über einen Bau-Stopp sprechen, um weiteren Schaden abzuwenden.
Der offene Brief wurde auf der 153. Montagsdemo verlesen
Bei der 153. Montagsdemonstration am Stuttgarter Hauptbahnhof am Montagabend forderte der Pressesprecher der Parkschützer, Matthias von Hermann, ebenfalls einen Stop des Bahnprojekts. "Kretschmann, Hermann und Kuhn müssen die Initiative ergreifen und den Ausstieg aus dem Milliardengrab S21 vorantreiben. Kefer und Grube haben die Vorlage geliefert, jetzt müssen die verantwortlichen Politiker diese Vorlage aufgreifen und in den Ausstieg aus S21 verwandeln", sagte von Herrmann.
Volker Lösch verlas den offenen Brief an die führenden Grünenpolitiker im Rahmen der Montagsdemonstration.
Die Parkschützer sprachen von 3000 Teilnehmern, nach Angaben der Polzei kamen 1600 Gegner zu der Demonstration. Nach dem Protestmarsch versammelten sich noch zirka 300 Personen vor dem Finanzministerium, wie die Polizei berichtete.
Klicken Sie sich durch unsere Fotostrecke der 153. Montagsdemo.





Nicht nur 1,1 Milliarden Euro...
... sondern 2,3 – denn es ist schon jetzt sicher, dass die 1,2 Millarden Euro, die Herr Kefer der Öffentlichkeit als Ausgaben für „Risiken“ verkauft hat, in voller Höhe benötigt werden. Aber auch diese Summe von 6,8 Milliarden Euro wird nicht ausreichen – ja, @Pfälzer, die von Ihnen angedachte Grenze wird wohl geknackt werden; allen ist schon lange klar, dass die in Wirklichkeit benötigten Kosten viel höher liegen als das, was momentan auf dem Tisch liegt, nur die Bahn meint immer noch, sie könne es sich leisten zu mauern – aber sie irrt. Was auch fatal an der ganzen Geschichte ist, ist die Tatsache, dass fast ausschließlich über Kosten gesprochen wird – und nicht für die Risiken, die seinesgleichen suchen – sie sind es ja neben den immensen Kosten, die hingelegt werden sollen für eine Haltestelle für eine Landeshauptstadt, die auch international als Verkehrsknotenpunkt bedeutsam ist, die aber kleiner sein wird als der Bahnhof von Ulm. Ich würde mir wünschen, dass sich diejenigen, die für S21 Verantwortung tragen, klarmachen, dass der Imageschaden größer ist, wenn man den Ausstieg aus S21 NICHT vollzieht: Die Süddeutsche titelt „Die ganze Welt lacht über uns“: --- http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/baustelle-xxl-bauverband-fordert-radikalen-systemwechsel-fuer-grossprojekte-1.1552457
Stuttgart 21
Biete hier eine Wette an: S 21 wird die 10 000 000 000 € Knacken. Mit scheibchenweiser Salamitaktik wird das Projekt umgesetzt, damit die schwarzen Kassierer ihren wohlversprochenen Profit machen können. Was den Steuerzahler angeht, das juckt doch keinen in den Parteien.