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Rottweil Jubel bei Skatepark-Eröffnung

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Es kann gerollt werden: Der Skatepark ist eingeweiht. Und Rottweil spielt – nicht nur des Hundes wegen – auf der neuen Anlage eine große Rolle. Foto: Marcel

Rottweil - Auf die Frage, wie glücklich sie sind, dass die Skateranlage endlich fertig ist, einzustufen von eins bis zehn, kommt von Harald Sailer ein spontanes "zwölf". Rob Hak hingegen holt tief Luft und lässt dann einen markerschütternden Jubelschrei hören.

Der hat zur Folge, dass sich alle Eröffnungsbesucher und Skater am Samstag bei der Einweihung zu ihm umdrehen. Denn lange hat es gedauert, sehr lange. Schon vor über 30 Jahren bauten Sailer und Hak mit anderen die erste Skater-Rampe aus Holz beim Freibad, später traf man sich an der hohen Betonrampe.

Die Idee für die neue Anlage entstand schon Ende 2013, am 27. April gründete man den Rollbrettverein. Und der sammelte seitdem ganze 48.000 Euro mit zahlreichen Veranstaltungen, stellte selbst den Antrag für eine Leader-Förderung.

Siehe auch: Neuer Skatepark soll im Sommer 2020 fertig sein

"Das ist schon einzigartig", betont Hak, so wie es auch die ganze Anlage ist: Sie ist - daran ist Rob Hak schuld - ein Kunstwerk.

Rollbrett Rottweil: Kunst, Kultur und Sport vereint

Auf der einen Seite, zur Straße hin, ist sie der Oberen Hauptstraße nachempfunden mit Brunnen und dem Schwarzen Tor, sogar der Plastik-Rottweiler darf nicht fehlen. Gegenüber ähnelt sie der Landschaft, die sich dahinter erstreckt, den Hügeln des Klosterbachs.

Kunst, Kultur und Sport zusammenzubringen, das war das Ziel des Vereins, und das ist gelungen. So gut, dass Skater aus Freiburg, Schaffhausen oder Frankfurt anreisen und begeistert sind. Eingebaute Transponder sorgen für zusätzlichen Fahrspaß, hier werden per App Anregungen gezeigt und Wettbewerbe möglich gemacht. Und das hat Strahlkraft, wie Hak, Sailer und ihre Mitstreiter immer betont hatten, "dafür wurden wir belächelt", erinnert sich Rob Hak. Nun hat sich in wenigen Tagen gezeigt, dass sie recht hatten. Die Besucher kommen von weither, um hier zu Spaß zu haben.

Aber auch ein soziales Projekt ist der Park. Zum einen deshalb, weil sich all die Jahre viele junge Menschen im Verein engagiert haben, "mit unglaublicher Power. Unsere Aufgabe war es, dass sie dranbleiben", so Hak.

Einige Regeln müssen sein

Wie wichtig ein Skatepark für eine Stadt ist, das weiß Harald Sailer: "In Frankreich bauen sie Skateparks in sozialen Brennpunkten. Skater sind Rebellen, Outsider." Ein Skatepark also für die, die nicht im Verein Sport machen wollen, sich nicht an allerlei Regeln halten wollen. Dabei gibt es im neuen Skatepark durchaus Regeln, und auch einen tollen Zusammenhalt. "Hier bekommen auch Anfänger Beifall", betont Harald Sailer.

Eine der Regeln haben die Macher aus den Erfahrungen der ersten Tage eingeführt, um Kollisionen zwischen jungen Scooter-Fahrern und den meist erfahreneren Skatern oder BMX-Fahrern zu vermeiden: Unter der Woche dürfen die Jüngsten mit ihren Rollern bis 14 Uhr auf die Bahn, am Wochenende bis 16 Uhr. Danach sind die Älteren dran. Regeln, für deren Einhaltung sich die Rollbrett-Leute ebenso verantwortlich zeigen wie für Sauberkeit, Workshops und vieles mehr.

Übrigens: Die neue Bahn ist barrierefrei und kann somit auch von Rollstuhlfahrern genutzt werden.

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