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Bad Wildbad Nach Wolfsriss: Herdenschutz soll schnell kommen

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Für den Schutz von Schafsherden sollen nun schnell Fördermittel fließen. Foto: Campos

Bad Wildbad - Nach dem Wolfsangriff auf eine Schafherde in Bad Wildbad im Nordschwarzwald sollen schnell Fördermittel für den Herdenschutz fließen. Es gehe nur um wenige Wochen, sagte ein Sprecher des Umweltministeriums in Stuttgart. Dazu werde ein Fördergebiet mit einem Durchmesser von etwa 60 Kilometern ausgewiesen, in dem 90 Prozent der Kosten etwa für sichere Zäune übernommen werden.

Bürgermeister Klaus Mack (CDU) hat indes umfassende Informationen gefordert. "Wichtig ist, dass man die Bürger nicht mit ihren Ängsten und Sorgen alleine lässt, sondern mit Fakten informiert", sagte Mack am Freitag. Er bezog sich auf Angaben der Forstlichen Versuchsanstalt in Freiburg zur Zahl von Wolfssichtungen. Außerdem sei eine Strategie im Umgang mit Wölfen nötig.

Ende April hatte ein Wolf eine Schafherde in der Nähe der Stadt im Kreis Calw angegriffen und mehrere Tiere gerissen. Insgesamt starben 44 Schafe. In einem Brief an die zuständigen Ministerien in Berlin und Stuttgart forderte Mack eine schnelle Entschädigung betroffener Weidetierhalter und die Aufnahme des Wolfes in das Jagdrecht.

2015 wurden die Raubtiere zum ersten Mal wieder nachgewiesen

Seit rund 150 Jahren galten Wölfe in freier Wildbahn als ausgerottet im Südwesten - bis 2015 die Raubtiere zum ersten Mal wieder nachgewiesen wurden. Noch handelt es sich um einzelne Tiere, die den Weg nach Baden-Württemberg gefunden haben. Das sind bisher erfasste Nachweise:

2015 werden zwei überfahrene Wölfe gefunden - einer im Ortenaukreis und einer im Alb-Donau-Kreis. In beiden Fällen handelt es sich um Rüden aus einem Schweizer Rudel.

Am 15. Mai 2016 filmt eine Privatperson einen Wolf bei Bad Dürrheim (Schwarzwald-Baar-Kreis). Es ist die erste Sichtung eines lebenden Wolfs in Baden-Württemberg seit 150 Jahren.

Am 8. Juli 2017 wird ein toter Wolf aus dem Schluchsee geborgen. Zuvor wurde er im Juni und Juli an verschiedenen Orten im Land gesichtet. Untersuchungen ergaben, dass er erschossen wurde. Der Rüde kam aus dem niedersächsischen Schneverdingen in den Südwesten.

Am 7. Oktober 2017 reißt ein Wolf drei Lämmer bei Widdern (Kreis Heilbronn). Es ist der erste nachgewiesene Wolfsriss im Land seit mehr als 100 Jahren. Die Herkunft des Tieres bleibt unklar.

Drei Schafe werden am 26. November 2017 bei Bad Wildbad (Kreis Calw) gerissen. Auch sie sind Opfer eines Wolfes geworden. Der Rüde stammt ebenfalls aus dem Rudel bei Schneverdingen in Niedersachsen.

Dasselbe Tier beißt erneut zu. Ende November reißt der Rüde Rotwild bei Simmersfeld (Kreis Calw), Anfang Dezember Rotwild und Sikawild bei Bad Rippoldsau-Schapbach in der Umgebung von Freudenstadt. Ebenfalls soll ein Rotwildriss am 13. Dezember in Forbach (Kreis Rastatt) auf sein Konto gehen.

Am ersten Weihnachtsfeiertag 2017 fotografieren Urlauber in der Nähe von Vöhrenbach (Schwarzwald-Baar-Kreis) einen Wolf.

Ein Wolf taucht im Kreis Ludwigsburg auf. Am 13. Januar wird das Tier nahe der Autobahn 81 in Korntal-Münchingen gefilmt. Einen Tag später wird im Nahen Sersheim eine totgebissene Ziege gefunden - die Tat eines Wolfes, wie genetische Untersuchungen bestätigen. Es ist das zweite Tier, das in Baden-Württemberg sicher nachgewiesen werden kann. Er stammt aus der sogenannten italienischen Linie und ist damit nicht identisch mit dem Tier, das im Nordschwarzwald nachgewiesen wurde.

Eine Wildtierkamera fotografiert am 17. Februar einen Wolf im Oberen Donautal bei Beuron (Kreis Sigmaringen). Ob es sich dabei um eines der bereits bekannten Tiere handelt, ist unklar.

Am 30. April wird bekannt, dass ein Wolf Schafe bei Bad Wildbad im nördlichen Schwarzwald getötet hat. Insgesamt sterben 44 Tiere, etliche davon auf der Flucht in einem Fluss.

 
 

Ihre Redaktion vor Ort Bad Wildbad

Markus Kugel

Fax: 07051 20077

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