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Villingen-Schwenningen Karl Rombach spricht über Energiewende

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Windkraftanlagen stehen in der Nähe der Nordseeküste bei Büsum. Foto: Rehder

Villingen-Schwenningen - Die Energiewende ist nicht nur ein Thema auf Bundesebene. Karl Rombach CDU-Landtagsabgeordneter, hat am Dienstag zu einer Gesprächsrunde zum Thema ­Wasserstoff-Technologie zwischen Schwarzwald und Heuberg eingeladen.

"Ohne den Energieträger Wasserstoff wird uns die Energiewende nicht gelingen." Mit dieser Aussage bezieht Franz Loogen, Geschäftsführer ­e-mobil BW, klar Stellung. Dass die Energiewende allerdings keinesfalls nur ein Thema auf Bundesebene ist, sondern in vielen Regionen angegangen werden muss, machte Loogen am Dienstagvormittag in Villingen-Schwenningen deutlich.

Aufgrund der Corona-Pandemie befinden sich laut Karl Rombach 6000 Betriebe in der Region Schwarzwald-Baar in Kurzarbeit. Doch nicht nur die Pandemie mache den Unternehmen zu schaffen, sondern auch die Entwicklung in der Automobilbranche, welche von zahlreichen Unternehmen aus dem Schwarzwald beliefert wird. Alles zusammen führe, so Rombach, zunehmend zu Ängsten um Arbeitsplätze.

Wasserstoff allein führt nicht zur Veränderung

Um Betroffenen die Sorge zu nehmen, ihre Unternehmen könnten in Zukunft keine Rolle mehr auf dem Markt spielen, tauscht sich der Landtagsabgeordnete seit nunmehr drei Jahren immer wieder mit Experten auf dem Gebiet der Wasserstoff-Technologie aus. Für Franz Loogen wiederum ist klar: Die Wertschöpfungskette für alternative Energien fängt nicht bei den großen Zulieferern an. "Der Mittelständler darf sich nicht überlegen, wie er zukünftig in seinem Unternehmen eine Brennstoffzelle baut, sondern was er für den Bau dieser beisteuern kann", macht Loogen deutlich.

Allerdings, betont der e-mobile-BW-Chef, werde Wasserstoff allein nicht zur Energiewende führen. "Es kommt auf den Mix an." Damit meint er allerdings nicht die Mischung zwischen neuer Technologie und Verbrennungsmotor, sondern zwischen Strom, Wasserstoff und synthetischem Treibstoff. Dabei verliefen nicht alle Entwicklungen gleich und Deutschland sei auch nicht in allen Technologien gleich weit. "Momentan kommen viele E-Fahrzeuge auf den Markt und Mitte des Jahrzehnts werden diese auch billiger als Verbrennungsmotoren sein", ist Loogen überzeugt.

Beim Thema Wasserstoff weiß man zwar um die zuverlässige Funktionalität, allerdings sei hier der Fortschritt nicht so weit, als dass es eine bezahlbare Alternative sei. Außerdem verdeutlicht Franz Loogen, "dass wir uns von dem Gedanken verabschieden müssen, unsere Energie in Deutschland ausschließlich selbst produzieren zu können". "Große Versorgungsmengen im Bereich der synthetischen Treibstoffe werden wir importieren müssen", sagt der Experte.

Jedes Marktsegment auch nutzen

Das Interesse, die Energiewende voranzutreiben, sei seiner Erfahrung nach bei Mittelständlern groß. Doch natürlich gebe es da deutliche Unterschiede. "Wir haben diejenigen, die sich an den Verbrennungsmotor klammern. Und dann gibt es diejenigen, die die Entwicklung schon vor zehn Jahren haben kommen sehen und seit Anfang an die Forschung vorantreiben." Ziel müsse es sein, jedes Marktsegment, das sich bietet, auch zu nutzen", so lautet Franz Loogens Appell.

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