Noch ist die Tiefgarage offen. Im nächsten Jahr drohen aber erneut längere Sperrungen. Foto: Beyer

Die Tiefgarage unter dem Freudenstädter Marktplatz wird voraussichtlich Anfang des kommenden Jahres erneut saniert. Autofahrer müssen sich auf wochenlange Sperrungen einstellen.

Es war der große Aufreger des Frühjahrs: Mehr als drei Monate war die Tiefgarage unter dem Freudenstädter Marktplatz gesperrt, von Anfang März bis Ende Juni dieses Jahres. Grund waren Sanierungsarbeiten an der maroden Einfahrt. Die Arbeiten sorgten auch deshalb für Schlagzeilen, weil sie deutlich länger dauerten, als die ursprünglich geplanten zehn Wochen.

 

Nun wird bekannt: Auch im kommenden Jahr stehen umfangreiche Sanierungsarbeiten in der Tiefgarage an. Das bestätigt Tobias Degout von den Freudenstädter Stadtwerken auf Anfrage unserer Redaktion. Genaue Pläne gibt es noch nicht. Denn zunächst muss der Gemeinderat über das Vorhaben beraten. Das wird voraussichtlich in einer Sitzung im Januar oder Februar geschehen.

Acht bis zehn Wochen

Aber schon jetzt kann Degout ungefähr abschätzen, was auf die Tiefgaragennutzer zukommt. Immerhin: „Eine Komplettsperrung kann ausgeschlossen werden“, verrät Degout. Stattdessen laufe es eher darauf hinaus, dass zunächst eines der beiden Stockwerke gesperrt werde und dann das andere. Denkbar sei aber auch, dass nur die Hälfte eines Stockwerks gesperrt werden müsse.

Dauern werden die Arbeiten laut Degouts Schätzung ungefähr acht bis zehn Wochen. In dieser Zeit sei die Tiefgarage dann nur eingeschränkt nutzbar. Wann es mit den Arbeiten losgeht, ist noch völlig offen. „Ich hoffe, dass es noch vor dem Sommer umgesetzt wird“, meint Degout. Denkbar sei aber auch, dass die Arbeiten auf Anfang 2025 verschoben werden.

Erst jüngst war die Tiefgarage auch Thema im Freudenstädter Gemeinderat. Allerdings nicht wegen der geplanten Sanierung, sondern weil die Anlage einen neuen Pächter bekommt. Denn die Tiefgarage gehört zwar der Stadt, betrieben wird sie aber von einem Pächter.

Der derzeitige Pächter ist die Firma Südpark, die nun aber den Vertrag auflösen möchte, wie Degout in der Sitzung berichtete. Die Stadt hat deshalb eine europaweite Ausschreibung gestartet.Bei dieser hat sich die Firma Contipark Parkgaragengesellschaft gegen die Konkurrenz durchgesetzt.

Die Schranken im Inneren sollen ausgetauscht werden. Foto: Beyer

Und der neue Pächter hat sich laut Degout dazu verpflichtet, die Bewirtschaftungsanlagen in dem Parkhaus auszutauschen und durch neuere Modelle zu ersetzen.

Die wichtigste Änderung: Es soll eine neue Schrankenanlage eingebaut werden. Diese soll die Nummernschilder der Autos automatisch erkennen. Ein Parkticket wird dadurch überflüssig. Denn zum Bezahlen am Automaten muss nur noch das Autokennzeichen eingegeben werden. Auch soll es künftig möglich sein, per App zu bezahlen.

Keine Preiserhöhung

Falls die Nummernschilderkennung aber einmal nicht funktionieren sollte – zum Beispiel weil Schnee das Kennzeichen verdeckt – ist es auch weiterhin möglich, ein klassisches Parkticket zu lösen.

Ab dem 1. Februar des kommenden Jahres soll Contipark den Betrieb der Tiefgarage übernehmen. Degout geht im Gespräch davon aus, dass die Firma die sowieso anstehenden Sanierungsarbeiten nutzen wird, um die neuen Schranken einzubauen, um eine zusätzliche Sperrung zu verhindern.

Die gute Nachricht für die Kunden: Teurer werden soll das Parken in der Tiefgarage vorerst nicht. Auch kann der Pächter nicht eigenmächtig die Parkgebühren anheben. Denn eine Preiserhöhung beschließen darf nur der Gemeinderat.