Die Schlangenbesitzer, die im vergangenen Sommer 14 Königspythons am Empfinger Tälesee ausgesetzt haben, kommen unbestraft davon. Grund sind laut Staatsanwaltschaft Rottweil fehlende Tatnachweise gegen die Verdächtigen.
Den vergangenen Sommer werden viele Empfinger noch gut in Erinnerung haben: Am Sonntag, 9. Juli, heißt es plötzlich: Schlangenalarm am Tälesee. Zunächst werden fünf Königspythons gefunden, am folgenden Tag steigt ihre Zahl schon auf neun, zwei davon können nur noch tot gefunden werden. In den folgenden Tagen sollte die Zahl der gefundenen Schlangen am Tälesee immer weiter steigen. Bis Ende Juli sind es insgesamt 14 Königspythons, die gefunden werden, insgesamt vier von ihnen sind tot.
Erste Spur im August
Im August teilte das Polizeipräsidium Pforzheim mit, dass es einen Tatverdächtigen gebe. Es handele sich um einen Mann aus dem Raum Rottweil, sagte die Polizei damals.
Schließlich landet das Ermittlungsverfahren bei der Staatsanwaltschaft in Rottweil. Sie hat jetzt aber das Verfahren eingestellt, wie Erster Staatsanwalt Frank Grundke unserer Redaktion bestätigt.
Ermittlungen gegen zwei Personen
Zum Hintergrund des Verfahrens erklärt er: „Ermittelt wurde gegen zwei Personen, die als Täter in Betracht kamen. Der Tatnachweis war gegen keinen der Beschuldigten zu führen, insbesondere auch deshalb, weil die Tatbegehung durch weitere Personen auch nicht ausgeschlossen werden konnte. Zeugen oder andere Beweismittel, mit denen ein Tatnachweis hätte geführt werden können, konnten nicht ermittelt werden.“