Der SC Freiburg wird zukünftig im Europa-Park-Stadion spielen und jubeln. Foto: Weller

Das neue Stadion des SC Freiburg hat einen Namen. In den zurückliegenden Tagen wurde das Thema heiß diskutiert, am Dienstag herrscht nun Gewissheit: die neue Heimstätte des SC Freiburg ist das Europa-Park-Stadion. 

Im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz des SC Freiburg und des Europa-Parks am Dienstagvormittag informierten die beiden Partner über ihre künftige Zusammenarbeit.  Die neuen Namensrechte könnten dem Bundesligisten bis zu 2,5 Millionen Euro pro Jahr bringen. 

Geheimnis wird gelüftet

Das Geheimnis wurde Punkt 10.39 Uhr von Oliver Leki. Vorstand des SC Freiburg, gelüftet. "Das neue Stadion des Sportclubs heißt von nun an Europa-Park-Stadion." Roland Mack, Inhaber des Europa-Parks, lobte die "schöne und moderne Spielstätte" und die großartige sportliche Entwicklung des Sportclubs. 

Die Partnerschaft zwischen dem SC Freiburg und dem Europa-Park hat schon seit 30 Jahren Bestand. Die Namensvergabe für das neue Stadion ist nun die Krönung dieser langjährigen Kooperation. 

Gemeinsame Zukunft

Sieben Jahre hatte das Projekt Stadion für den SC Freiburg in Anspruch genommen. Roland Mack erläuterte die Hintergründe aus Sicht des Sponsors. Da der Europa-Park während der Corona-Pandemie große Verluste geschrieben habe, habe man sich als Familienunternehmen mit dieser Entscheidung für einen langfristigen Vertrag entschieden. "Wir sehen über den Tag hinaus", so Mack. "Die Kosten, die damit verbunden sind, haben wir eingebunden in unseren Marketing-Etat. Mack erhofft sich eine größere nationale Bekanntheit. Dafür werden der SC Freiburg und der Europa-Park zukünftig eng zusammenarbeiten. 

Der SC Freiburg sei insgesamt „sehr, sehr zufrieden“ mit der Vermarktung des neuen Stadions, es gebe eine „unfassbare Nachfrage“ nach Dauerkarten, so Leki. Die Finalisierung des Vertrags mit dem Europa Park sei am Ende innerhalb von wenigen Wochen unter Dach und Fach gebracht worden. Zur Dauer des Sponsoringvertrags und dem finanziellen Umfang des Namenssponsorings wolle man „in guter SC-Manier“ nichts sagen, so Oliver Leki. „Aber wir denken da nicht im Jahrestakt.“ Roland Mack betonte, dass man „über Jahre hinaus“ eine Partnerschaft leben wolle, beispielsweise mit Fan-Meetings im Europa Park.

Joachim Löw und Co. gratulieren

Zahlreiche Prominente, darunter "Jogi Löw" sendeten ihre virtuellen Glückwünsche. SC-Legende Martin Spanring, der beim ersten Bundesligaaufstieg der Breisgauer mit dabei war, freute sich besonders, da er für den Europa-Park Rust arbeitet. Dieser Tag sei für ihn "wie der Gewinn der Champions League." Der SC und der Park seien „Ein tolles Team“, so der frühere baden-württembergische Ministerpräsident und EU-Kommissar Günther H. Oettinger (CDU). Der ehemalige SC- und DFB-Präsident Fritz Keller sprach von „einer wunderbaren Symbiose“.

Umzug Mitte Oktober

Zweimal wird der SC Freiburg noch im alten Dreisamstadion auflaufen, danach geht in die neue Arena im Norden der Stadt. Nach einer Länderspielpause wollen die Breisgauer am achten Spieltag (15. bis 17. Oktober) gegen RB Leipzig erstmals in der neuen Arena im Norden der Stadt spielen. Die Karten für diese Premiere werden wie immer sehr gefragt sein.

Einen offiziellen Festakt wird es zuvor am 7. Oktober geben. Mit dem FC St. Pauli gastiert dann am Abend ein weiterer emotionaler Club am Wolfswinkel. Auch einen Tag der offenen Tür wird es im Herbst geben, "wo alle Fans, Mitglieder, Menschen aus der Stadt, aus der Region, die das neue Stadion sehen wollen, auch die Möglichkeit haben es anzuschauen. Die Türen werden offen sein. Jeder ist herzlich willkommen, so SCF-Vorstand Oliver Leki abschließend. 

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: