In der letzten Ratssitzung des Jahres blickte Schiltachs Bürgermeister Thomas Haas noch einmal auf das vergangene Jahr zurück.
„Ein unruhiges Jahr geht zu Ende“, sagte Haas bei seinem Jahresrückblick. Das gelte einerseits wegen der Weltpolitik, aber auch in Bezug auf ein „nicht so souveränes“ Auftreten der Bundesregierung. Daneben auch in der Stadt Schiltach selbst, welche das vierte Insolvenzverfahren der Firma BBS erlebt habe, die zum Glück schnell wieder einen Investor gefunden habe und der Schließung des Cafés Törtchen und Tapas am Schiltacher Marktplatz.
Haas schilderte, dass viele der Vorgaben von Land und Bund für die Kommunen kaum noch leistbar seien, der Landkreis Rottweil habe sein Personal deshalb in den vergangenen Jahren um 40 Prozent aufstocken müssen. Für Mehraufwand würden etwa auch ankommende Flüchtlinge sorgen.
In den vergangenen beiden Jahren habe Schiltach zehn Millionen Euro investiert. Schön sei, sowohl der erfolgte Umbau der ehemaligen Grundschule zur Klaus-Grohe-Kita und die Sanierung der Staig- und Schloßbergstraße, die dieses Jahr erfolgt seien, führte Haas aus. Gleichzeitig sei dieses Jahr beschlossen worden das zunächst geplante Parkhaus nicht zu bauen, da dies aufgrund der Coronapandemie und Homeoffice nicht mehr nötig sei.
Schwierige Personalsuche
Viele Verwaltungsvorgänge etwa im Bauamt würden beinhalten, dass die Kommune Unmengen an Daten an andere Stellen wie den Kreis, das Land und den Bund liefern müsse, sagte Haas.
Herausfordernd sei auch die Personallage und personelle Wechsel, die immer wieder anstünden und dafür sorgen würden, dass sich die Stadt auf Kernprojekte konzentrieren müsse. Haas betonte zudem die kulturelle Vielfalt, die sich in der Stadt finde: Seien es die kleinen und großen Märkte, Theater, die Kleinkunstreihe im Treffpunkt oder die Konzerte im Gasthaus Welschdorf. An vielen Stellen seien hier ebenfalls städtische Mitarbeiter unterstützend tätig.
Im kommenden Jahr würden die Anstrengungen weitergehen, führte Haas aus: Es stünde der weitere Ausbau des Dachgeschosses in der Bachstraße 4 an, außerdem werde auch die barriereärmere Gestaltung des Zugangs zum Sportplatz noch einmal Thema. Zudem stünde auch die Neugestaltung des Lehengerichter Rathausplatzes mit einem Trinkwasserspender als auch des Friedhofs weiter an.
Sanierung der Grundschule
Daneben stünde auch die Sanierung der Grundschule Schiltach/Schenkenzell an, die energetisch gesehen nun nötig sei. Zudem werde auch das interkommunale Gewerbegebiet gemeinsam mit Aichhalden weiter geplant.
„Gott sei Dank profitieren wir von einem guten finanziellen Umfeld und einer guten Zusammenarbeit“, sagte Haas.
Michael Buzzi sagte als Stellvertreter des Bürgermeisters ergänzend, dass „in der Welt Vieles nicht gut“ sei, in Schiltach aber noch gut. Egal ob es um die Grundschule, Kindergärten, Musikschule, Feuerwehr oder den Schützenverein und die Kirchen gehe – all das sei in Schiltach vorhanden und dank vieler Mitglieder auch lebendig und aktiv. Auch Ärzte, Apotheken und Arbeitsplätze würden sich in Schiltach genügend finden.
Lehengerichts Ortsvorsteher Thomas Kipp sagte, dass sich im vergangenen Jahr „viel in die richtige Richtung bewegt“ habe und erteilte der Arbeit der Verwaltung eine sehr gute Note.