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Bad Wildbad Wolf hat Schaf am Sommerberg gerissen

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Der Wolf war in der Fotofalle aufgenommen worden. Foto: Stadt Bad Wildbad

Bad Wildbad - Das am 7. Mai auf dem Bad Wildbader Sommerberg tot aufgefundene Schaf wurde von dem im Nordschwarzwald residenten Wolf mit der offiziellen Bezeichnung "GW852m" gerissen.

Dies habe die genetische Untersuchung des Senckenberg-Instituts von Rissabstrichen ergeben, teilt das baden-württembergische Umweltministerium mit. Damit sei die vorherige Einschätzung der Fachleute der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg (FVA) bestätigt worden, so das Umweltministerium weiter. Nur wenige Tage davor war er in einer Fotofalle aufgenommen worden (Bild).

Wie in allen bisherigen Fällen von Wolfsrissen im Land seien die angegriffenen Schafe nicht wolfssicher eingezäunt gewesen. Der Eigentümer des getöteten Tieres werde dennoch unbürokratisch entschädigt, auch für das seit dem Vorfall verschwundene Lamm. In diesem Zusammenhang weist das Umweltministerium nochmals darauf hin, dass eine Entschädigung bei unzureichend geschützten Tieren innerhalb der Förderkulisse Wolfsprävention nur noch bis Ende Mai gezahlt wird. Zu diesem Zeitpunkt bestehe die Förderkulisse seit einem Jahr, ab dann sei ein ausreichender Herdenschutz, zum Beispiel eine lückenlose Elektroumzäunung in einer Höhe von 90 Zentimetern, Voraussetzung für Entschädigungszahlungen. Empfohlen werde eine Umzäunung in Höhe von mindestens 105 Zentimetern.

Abschuss erleichtert

Am Mittwoch hatte die Bundesregierung den Abschuss von Wölfen durch eine Gesetzesänderung erleichtert. Dies habe er bereits seit vergangenem Jahr gefordert, teilte Bad Wildbads Bürgermeister Klaus Mack in einer Pressemeldung mit. "Mit dem gestrigen Beschluss der Bundesregierung sind wir den städtischen Forderungen nun einen Schritt nähergekommen. Das Kabinett hat eine Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes beschlossen und damit einen neuen Umgang mit Wölfen", schreibt Mack weiter. Danach sei künftig das Füttern von Wölfen verboten. Außerdem erlaube das Gesetz, Wölfe zu jagen, wenn sie im Verdacht stehen, Schafe oder andere Nutztiere gerissen zu haben.

"Grundsätzlich sei die Rückkehr des Wolfs nach Deutschland zu begrüßen. In einem dicht besiedelten Land wie der Bundesrepublik müsse jedoch auch sichergestellt sein, dass Weidetiere wie Schafe, Kühe und Pferde gut geschützt leben können", schreibe die Bundesregierung auf ihrer Homepage.

Gelassene Reaktionen

Nicht zuletzt gehe es aber auch darum, den Herdetierhaltern den Schutz ihrer Tiere zu gewährleisten, so Mack weiter. "Das zeigt, dass die Stadt mit der Forderung einer klaren Regelung zum Umgang mit dem Wolf auf dem richtigen Weg war", teilt der Bürgermeister weiter mit.

Als vor zwei Wochen auf dem Sommerberg ein erneuter Wolfsangriff vermutet wurde, seien die Reaktionen viel gelassener gewesen. Die Bevölkerung sei umgehend informiert worden. Doch selbst beim Waldkindergarten, der nur wenige Tage später stattfand, sei nicht ein einziges Kind abgemeldet worden. Der Bürgermeister zeigt sich mit dem Beschluss der Bundesregierung zufrieden: "Wenn die Population dauerhaft geregelt wird, so wie bei anderen Wildtieren auch, dann steht einem Miteinander von Wolf und Mensch in unserer Region nichts entgegen".

Ihre Redaktion vor Ort

Bernd Mutschler

Fax: 07051 20077

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