Meßstetten Tieringen und Hossingen haben üble Straßen

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Die Skizze zeigt: Beim Erfassen des Straßenzustands geht es um mehr als die Asphaltschicht selbst. Foto: Skizze: Mayer-Ingenieure

Meßstetten - Besonders viele Straßen in gutem und überdurchschnittlich viele in schlechtem Zustand gibt es in Meßstetten. Wo Handlungsbedarf besteht, zeigt der Straßenzustandsbericht, den die Mayer-Ingenieure aus Böblingen im Gemeinderat vorgestellt haben.

Das Feld des Mittelmaßes ist in Meßstetten schmaler als anderswo – zumindest was den Zustand der Straßen angeht. Dafür gibt es besonders viele Straßen in gutem Zustand – vor allem in der Kernstadt –, aber auch viele in schlechtem Zustand; hier haben die Stadtteile Tieringen und Hossingen die Nase vorn.

In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats haben Michael Mayer und Sven Müller, Betreuer des Projekts, vom Böblinger Fachbüro Mayer-Ingenieure erläutert, wie sie vorgegangen sind, um herauszufinden, wo der höchste Sanierungsbedarf besteht: Mit einem Auto – mit Kameras in alle Richtungen bestückt – sind sie rund 170 der mehr als 200 Kilometer Straßen abgefahren und haben alles gefilmt. Den Streifen haben sie auch der Stadt zur Verfügung gestellt. Um den Zustand der Straßen zu bewerten, für den nicht nur die Asphaltdecken, sondern viele andere Dinge wie Leitpfosten, Schilder, Geländer, Signalanlagen, Beleuchtung und Busbuchten eine Rolle spielen, hat Müller feste Parameter herangezogen und sich nicht auf den Augenschein verlassen. Warum? Anhand von Fotos bewies er den Gemeinderäten, dass der eigene Eindruck von einer Straße nicht unmaßgeblich davon abhänge, ob man vorher eine Straße in gutem oder eine in schlechtem Zustand gesehen habe.

0,3 Prozent der Straßen in der Gesamtstadt verdienen laut Müller die Schulnote 1 bis 1,5, 48,1 Prozent die Note 1,5 bis 2,5, 33,1 Prozent die Note 2,5 bis 3,5, 18 Prozent die Note 3,5 bis 4,5 und 0,4 Prozent die Note 4,5 bis 5 – bei Letzteren beiden Kategorien bestehe Handlungsbedarf, betonte Müller.

Aktiv werden solle die Stadt jedoch nicht, ehe auch die Kanäle untersucht sind, lautete der Rat des Fachmanns. "Sonst werfen Sie nur Geld aus dem Fenster." Den Auftrag zur Kanaluntersuchung erteilte der Gemeinderat unmittelbar nach Müllers Bericht, und noch in diesem Jahr soll, wenn alles nach Plan läuft, feststehen, in welchen Straßen die Stadt zuerst aktiv werden muss.

Über die Verkehrssicherungspflicht müsse sich die Stadt keine Gedanken machen, sofern sie in betroffenen Straßen per Schild auf die Schäden hinweise, erklärte Müller auf Frage von Fraktionschef Oliver Rentschler von der Bürgerliste.

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