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Horb a. N. Rätsel um "Dumpfba(c)ken"-Unfall

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Der gelbe Wagen wollte abbiegen: Allerdings könnte in diesem Fall die Warnbake die Sicht verdeckt haben. Foto: Lück

Horb - Versperrt eine Absperrbake den Autofahrern, die aus der Isenburger Straße kommen, die Sicht? Der Selbsttest zeigt: Beim auf die Kreuzung fahren sieht man durch die "Dumpfbake", wie sie ein Leser nennt, so gut wie nichts.

Am Dienstagmorgen gegen 11.30 Uhr. Erst rechts ein Warndreieck, dann kommt der Unfall in Sicht. Ein knallgelber Wagen steht beschädigt auf der Kreuzung aus der Isenburger Straße heraus. Vor der Polizei steht ein schwarzer Kombi, die Front ist eingedrückt. Es sieht so aus, als ob der gelbe Kleinwagen aus der Isenburger Straße heraus auf die Bundesstraße gefahren ist und dann vom schwarzen Kombi gerammt wurde.

Die Retter geleiten den Kleinwagenfahrer gerade in den Rettungswagen. Vor dem schwarzen Auto steht ein Mann. Wahrscheinlich der Fahrer. Ihm scheint nichts passiert zu sein.

Ein Unfall, der offenbar glimpflich ausging. Doch passierte er nur wegen der Absperrbake, der "Dumpfbake"?

Kurz nach dem Unfall ruft ein Leser an: "Das liegt bestimmt an der rot-weißen Bake, die die Fußgänger davon abhalten soll, links über die Bahnbrücke zu gehen. Das führt allerdings dazu, dass man die Autos von unten erst in der letzten Sekunde sieht, wenn man von Isenburg aus nach links Richtung Stadt will."

Lediglich Lkws ragen über die Absperrung hinaus

Die "Dumpfbake": Stimmt das? Hoch zur Polizei. Das Fish­eye auf die Kamera geschraubt. In der Tat: Durch die rot weiße Bake und die dunklen Gitter sieht man die Autos aus Richtung Kernstadt erst ziemlich spät. Nur Lkw ragen durch die pure Höhe über den Sichtschutz des Gitters und die Absperrung hinaus.

Klar, dass der Leser natürlich wissen will: Welche "Dumpfbacke" ist für die "Dumpfbake" verantwortlich? War sie die Unfallursache?

Schriftliche Anfrage an die Polizei-Pressestelle in Tuttlingen. Bis 16 Uhr passiert nichts. Dann telefonische Nachfrage. Der Polizeipressesprecher: "Ich habe da noch keinen Vorgang erhalten. Deshalb kann ich noch nichts schreiben."

Anruf im Polizeirevier Horb. Auch dort nichts schriftliches. Der Kollege, der den Unfall aufgenommen hat, kommt erst zum Nachtdienst.

Auch der Leser, der sich über die "Dumpfba(c)ke" auf geregt hatte, vermutet denselben Unfallhergang wie der Schwarzwälder Bote. Er sagt: "Über diese Absperrbake habe ich mich schon lange aufgeregt."

Doch wer hat die Bake aufgestellt? Anfrage an die Stadt Horb und an den Landkreis. Je nach Fall sind sie für die Verkehrsregelung an der Bundesstraße zuständig.

Der Pressesprecher des Rathauses: "Wir haben versucht, uns mit der Polizei abzusprechen. Der Kollege hat dort niemanden erreicht."

So hat die Recherche eins mit der "Dumpfbake" gemeinsam: Der klare Durchblick fehlt. Sieht nach bisherigem Stand jedenfalls so aus, als ob der Unfallverursacher nicht die "Dumpfbacke" in diesem Fall ist.

 
 

Ihre Redaktion vor Ort Horb

Florian Ganswind

Fax: 07451 9003-29
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