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Horb a. N. Klinik-Wut vor laufenden Kameras

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Auf das Schaufenster der Fleischerei Thomma wird für das Fernsehen das Protest-Plakat geklebt. Foto: Lück

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Horb - "Wenn es Dir schlecht geht, bist Du eher im Himmel als im Krankenhaus Freudenstadt." Die Kamera läuft, Ton auch. Elisabeth Steimle lässt ihren Frust über die Schließung des Akut-Krankenhauses raus.

Das ZDF drehte gestern vor dem vorläufig geschlossenen Krankenhaus ein Stück für den Länderspiegel am Samstag, 6. April, ab 17.05 Uhr. Reporterin Cornelia Donath: "Wir berichten über das Kliniksterben anhand von drei Beispielen in Deutschland." Neben Einbeck (Niedersachsen, bekannt durch Bockbier), wo Sponsoren und die Mitarbeiter durch Gehaltsverzicht die dortige Klinik retteten, und Bad Salzungen im Osten, wo ehemalige Kliniken abgerissen wurden und Neubauten entstanden, ist Horb das dritte Beispiel.

Laut OB Peter Rosenberger hatte das ZDF am Vortag angerufen: "Durch einen Rundruf haben wir die Bürgerinitiative und Anwohner zusammengetrommelt." Und vor den Kameras lassen alle richtig Dampf ab.

Mit dabei: Wolfgang Kronenbitter, Daniel Wochner, Reiner Klinger, Adolf Bamberger, Elisabeth Steimle und anderer Horber Bürger.

Die Aufgabe des Kamerateams und der ZDF-Reporterin Donath: Die Stimmung der Horber einzufangen. OB Rosenberger: "Seit der Schließung der Akut-Klinik haben wir schon die ersten Fälle, wo Patienten nach Nagold gefahren wurden. Dort wurden sie abgewiesen, weil man keinen Vertrag mit dem Landkreis Freudenstadt habe. Dann mussten die Patienten nach Freudenstadt gebracht werden."

"Das Krankenhaus in Horb wurde ermordet"

FD/FW-Stadtrat Adolf Bamberger: "Ich habe 24 Jahre lang in der Klinik gearbeitet. Es ist schlimm, zu sehen, wie das Haus ermordet wurde." Wolfgang Kronenbitter: "Die Gesundheitsversorgung verschlechtert sich dramatisch für die Patienten.

Bei den Hausärzten ist wegen des Nachwuchsmangels zu erwarten, dass Praxen schließen. Im Notfall bleibt dann der Patient auf der Strecke."

Reiner Klinger, Vorsitzender der Bürgerinitiative für den Erhalt des Akut-Krankenhauses: "Das Beispiel von Horb ist ein Beispiel für eine Konzeptionslosigkeit des Landkreises Freudenstadt, die seit Jahren vorherrscht." Er verweist auf den einen Notarztwagen, der durch die Schließung von Horb immer mehr Fahrten durchführen muss.

Steimle schildert ein Beispiel später Nothilfe: "Bei dem Fußgängerunfall neulich lag das Opfer 35 Minuten lang auf der kalten Straße. Das passierte 500 Meter entfernt vom Krankenhaus. Doch der Notarztwagen war woanders unterwegs."

Und Daniel Wochner, auch FDP-Kreisfraktionschef, zeigt auf das Plakat, welches die Gruppe an das Schaufenster der Fleischerei Thomma klebt. Es zeigt die Entfernungen zu den nächstgelegenen Krankenhäusern an, wie sie zuerst der Schwarzwälder Bote ausgerechnet hatte: "Schon in der Vergangenheit wurden zahlreiche kleine Krankenhäuser in der Umgebung geschlossen. Durch die Schließung der Klinik in Horb ist die Versorgungslücke noch größer geworden. 45 000 Menschen liegen jetzt außerhalb der 20-minütigen Erreichbarkeit eines Krankenhauses – das geht gar nicht."

Das Kamerateam und Reporterin Donath schneiden alles mit. Dann noch ein Rundgang hinter das Krankenhaus, um auch Bilder von dem 12 Millionen teuren Neubau zu erhalten. ZDF-Reporterin Donath: "Um 17 Uhr ist noch der Dreh mit KLF-Geschäftsführer Peter Mast." Danach fährt die Reporterin zurück nach Mainz. Sie gibt noch einen Tipp: "Samstags pünktlich einschalten – die Krankenhaus-Geschichte ist als erstes Stück geplant."

 
 

Ihre Redaktion vor Ort Horb

Florian Ganswind

Fax: 07451 9003-29

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