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Horb a. N. Gut getarnte Radarfalle kaum sichtbar

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Tückisch: zwischen Autobahn und Nordstetten hatte die Polizei am Freitag einen praktisch unsichtbaren Blitzer aufgebaut. Versteckt im hohen Gras – hier auf der rechten Straßenseite – lauert die Radarfalle. Foto: Lück

Horb - Raser aufgepasst! Die hohen Gräser bieten der Verkehrspolizei derzeit perfekte Möglichkeiten, die sogenannten Radarfallen hervorragend zu tarnen.

Freitag, gegen 11 Uhr. Runter von der Autobahn, schnell in die Redaktion nach Horb. Vor mir fährt ein Lkw. Hinter der Abzweigung Richtung Ahldorf geht es schön bergab. Ich überlege, den Lkw zu überholen. Doch plötzlich geht er in die Eisen, bremst runter auf fast 60 km/h. Ist der völlig gaga? Hat er eine Panne?

Tarnung ist bei mobilen Messgeräten nicht selten

Nein! Rechts ist plötzlich der Radarsensor der Polizei zu sehen. Oben der schwarze Bus, versteckt hinter Büschen. Die übliche Geschwindigkeitskontrolle auf der Bundesstraße 32 – allerdings nicht unten an der Brücke in der Senke, wo man sie von weit her sehen kann, sondern geschätzt gut 200 Meter davor. Die beiden mobilen Messgeräte der Polizei – schön hinter den hohen Gräsern getarnt.

Krass! Also umgedreht, die Gesamtsituation noch einmal fotografiert. Bevor die Kamera schussbereit ist, löst der Blitz schon mal aus. Dann kommt ein Mercedes, und ich schalte auf den Paparazzi-Schnell-Modus der Kamera. Doch der Fahrer hat Glück – ein Polizist kommt von oben mit seinem weißen Hemd und geht zum Sensor. Und damit fliegt die fast perfekte Tarnung und Täuschung auf!

Der Blitzer an diesem Freitagvormittag vor Nordstetten. Er ist offenbar so gut getarnt, dass nicht mal die Facebook-Gruppe "Blitzer in Horb" ihn vermeldet.

In der Redaktion erzählt mein Sportkollege, dass auch er fast in eine der perfekt getarnten Radarfallen auf dem Weg zwischen Autobahnabfahrt Rottenburg über Eutingen reingefahren wäre.

Ist das die neue Tarn-Strategie der Polizei? Sprecher Michael Aschenbrenner: "Bei mobilen Messgeräten ist es durchaus üblich, dass man diese nicht offen in die Landschaft stellt. Die Intention ist es, ›Raser‹ zu ermitteln. Insofern sind verdeckte Messungen durchaus angebracht. Nach wie vor ist zu hohe Geschwindigkeit Unfallursache Nummer eins und mit meist schlimmen Unfallfolgen verbunden."

Die Kontrolle am Freitag vor Nordstetten war morgens zwischen 10 und 14 Uhr. Dabei wurden 81 Autofahrer erwischt, die statt der erlaubten 100 bis zu 120 km/h unterwegs waren. Mehr als 121 km/h schnell – und damit droht ein Punkt in Flensburg – wurden elf Autofahrer erwischt. Der schlimmste Raser wurde mit 144 Stundenkilometer erwischt.

Ist das Wegelagerei? Polizeisprecher Aschenbrenner: "Vor dem Hintergrund, dass zu hohe Geschwindigkeit nach wie vor Unfallursache Nummer eins ist, halte ich den Begriff der ›Wegelagerei‹ für völlig deplatziert und frage mich, über welche Verkehrsmoral und welches Rechtsbewusstsein solche Leute verfügen."

Was sollte man als Autofahrer tun? Aufpassen. Auch da, wo scheinbar keine "Radarfalle" zu sehen ist. Wie gesagt: Derzeit können die Blitzer hervorragend getarnt werden.

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