Der gesamte Innenring ist in eine Tempo-30-Zone umgewandelt worden. Foto: Marc Eich

Ende August hat die Stadtverwaltung ein dauerhaftes Tempolimit von 30 Stundenkilometern im Villingen Innenring umgesetzt. So liefen die bisherigen Geschwindigkeitskontrollen.

Von früh bis nachts und zwar im kompletten Innenring: Der Verkehr rund um die Villinger Innenstadt ist von der Stadt ausgebremst worden. Unter anderem auf Antrag der CDU-Fraktion hin, die Verwaltung hatte aber ohnehin solche Pläne umsetzen wollen.

 

Grund hierfür war unter anderem ein homogener Verkehrsfluss. Dieser sei bislang, aufgrund von zwei kurzen und dazwischen unterbrochenen Tempo-30-Zonen im Kloster- und Benediktinerring, nicht gegeben gewesen. Deshalb müssen die Verkehrsteilnehmer nun vom Kaiserring beginnend bis zum Romäusring ihr Tempo drosseln.

Seitdem hat die Stadt bereits mehrfach die Geschwindigkeit kontrolliert. Sie betont aber: Das geschah bislang nur in jenen Bereichen und zu jenen Uhrzeiten, in und an denen ohnehin schon Tempo 30 galt. Sprich: Vor der Klosterringschule sowie der Kindervilla.

Stadt gewährt eine Gewöhnungszeit

Dies betont der städtische Pressesprecher Christian Thiel auf Anfrage unserer Redaktion – den Verkehrsteilnehmern im Innenring sei eine gewisse „Gewöhnungszeit“ zugestanden worden. Denn „in der Regel führt das Bürgeramt bei einer Änderung von geschwindigkeitsbezogenen Verkehrsregelungen keine sofortigen Messungen durch“, so Thiel.

Im September fanden seinen Angaben zufolge zwei Geschwindigkeitskontrollen im Klosterring sowie eine im Benediktinerring statt. So haben die städtischen Bediensteten am 14. September – einem Donnerstag – von 10 Uhr bis 12 Uhr an der Klosterringschule kontrolliert. Von den 682 registrierten Fahrzeugen seien 32 zu schnell unterwegs gewesen.

4600 Fahrzeuge in 12 Stunden

Einen Tag später war die Geschwindigkeit im gleichen Bereich gemessen worden, dann jedoch von 14 Uhr bis 19 Uhr. Dabei hätte man 1566 Fahrzeuge registriert, 61 hätten im ahndungsfähigen Bereich gegen das Tempolimit verstoßen.

Am darauffolgenden Donnerstag sei die Kontrolle im Benediktinerring durchgeführt worden – und zwar ganztägig von 6 Uhr bis 18.30 Uhr. In diesem Zeitraum hätten 4646 Fahrzeuge die Kontrollstelle passiert, 158 Verstöße seien dabei festgestellt worden.

Fast alle Überschreitungen geringfügig

Thiel ordnet geahndete Verstöße ein: „Von den insgesamt 251 festgestellten Überschreitungen waren nahezu alle geringfügig, das heißt es wurden Überschreitungen von maximal 15 Stundenkilometern festgestellt; hierfür erfolgte eine Verwarnung.“ Lediglich neun Verkehrsteilnehmer überschritten die zulässige Höchstgeschwindigkeit um mehr als 15 Stundenkilometer und erhielten dementsprechend einen Bußgeldbescheid.

Die höchste festgestellte Geschwindigkeit betrug seinen Angaben zufolge 59 Stundenkilometer – nach Abzug der Toleranz. Eine solche Überschreitung wird, wie Thiel aufzeigt, nach dem bundesweit geltenden Bußgeldkatalog mit einer Geldbuße von 180 Euro zuzüglich 28,50 Euro für Auslagen und Gebühren geahndet.

Auch nachts soll geblitzt werden

In der Zukunft sollen die Kontrollen aber ausgeweitet werden. Nach einer gewissen Gewöhnungszeit soll auch in den neu eingerichteten Tempo-30-Bereiche geblitzt werden – und zwar unabhängig von der Uhrzeit. Denn die Stadt plant, bald auch schon nachts im Villinger Innenring die Geschwindigkeit zu messen.