Die Diskussion um die Verkehrssituation im Villinger Innenring wird neu entfacht: Nun fordert die CDU-Fraktion eine durchgängige Tempo 30-Zone.
Beim Thema Verkehr im Villinger Innenring kochen oftmals die Emotionen hoch – dies wurde zuletzt beim gescheiterten Pilotprojekt deutlich, in dessen Rahmen im Benediktinerring zunächst Parkplätze angelegt aber dann wieder abgeschafft wurden.
Auch die erlaubte Geschwindigkeit entlang der Ringanlage spielt in dieser Diskussion regelmäßig eine Rolle. Nicht zuletzt, weil Anwohner Raserei und mutmaßliche Rennen monieren und von der Stadt Abhilfe fordern.
Die CDU bringt die Diskussion rund um den Verkehr im Innenring nun wieder ins Rollen. Denn die Fraktion fordert eine durchgängige Tempo 30-Zone im Bereich des Kloster- und Benediktinerrings – eventuell sogar im kompletten Ring.
Seit fünf Jahren Tempo 30
Hintergrund des Antrags, der am Montag die Stadtverwaltung erreichte, ist die derzeit zerstückelte Regelung im betroffenen Bereich. Denn vor fünf Jahren ist im Bereich der Klosterringschule und vor dem Kindergarten Kindervilla im Benediktinerring der Verkehr ausgebremst worden – zum Schutz der Kinder.
Eine Gesetzesänderung hatte es damals möglich gemacht, entsprechende Temporeduzierung zur Erhöhung der Sicherheit von Schutzbedürftigen durchzusetzen. Möglich sind solche Zonen seitdem auf Hauptverkehrsstraßen vor Schulen, Kindergärten, Kindertagesstätten, Alten- und Pflegeheimen und Krankenhäusern.
200 Meter zwischen den beiden Abschnitten
Das Umsetzen von Tempo 30 war aber nur in den Abschnitten direkt vor der Schule und dem Kindergarten möglich. Dazwischen ist auf einem Abschnitt von knapp 200 Metern wieder Tempo 50 erlaubt – eine Regelung, die die CDU in der Kritik sieht. Gesetzliche Vorgaben hätten bislang eine zusammenhängende Tempo 30-Zone verhindert.
Mittlerweile habe Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) Möglichkeiten geschaffen, solche Zonen leichter einzuführen. Das soll nun auch in Villingen passieren, um den Flickenteppich zu beenden.
Erweiterung um den Romäusring?
Fraktionsvorsitzender Dirk Sautter erklärt in dem Antrag, dass die Stadt prüfen soll, ob eine zusammenhänge Zone möglich ist. Diese solle dann umgesetzt werden – auch eine Erweiterung um das Teilstück des Romäusrings bis hin zur Kalkofenstraße sei dann eine Option. Sautter: „Vorrangiges Ziel ist jedoch eine homogene, zusammenhängende Tempo-30-Zone zu erreichen.“ Die Temporeduzierung soll aber weiterhin lediglich von Montag bis Freitag, 6 bis 19 Uhr, gelten.