Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Villingen-Schwenningen Nach Durchsuchung: Klinik-Mitarbeiter sauer

Von
Die Stimmung im Schwarzwald-Baar-Klinikum ist nach den neuerlichen Vorwürfen getrübt. Foto: Eich

Schwarzwald-Baar-Kreis. Es ist das Top-Thema in Villingen-Schwenningen und der Region: Erneut steht ein Chefarzt des Schwarzwald-Baar-Klinikums im Fokus von weitreichenden Ermittlungen. Aus diesem Grund führte am vergangenen Dienstag das Landeskriminalamt (LKA) gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft eine Durchsuchungsaktion in mehreren Räumlichkeiten durch.

Wie bereits berichtet, erfolgte die Aktion aufgrund eines Ermittlungsverfahrens gegen einen leitenden Mitarbeiter des Klinikums. Gerüchten zufolge war offenbar die Kardiologie aufgrund von Ungereimtheiten bei den Abrechnungsmodalitäten ins Visier geraten. Die Staatsanwaltschaft Konstanz hält sich zu der Maßnahme allerdings noch bedeckt.

Der leitende Oberstaatsanwalt Hans-Jörg Roth bestätigt gegenüber unserer Zeitung lediglich, dass diese aufgrund eines "richterlichen Durchsuchungsbeschlusses" stattgefunden habe. Zu den Tatvorwürfen oder konkreten Verdächtigen möchte er sich nicht äußern. Das hänge damit zusammen, dass weiterhin die Unschuldsvermutung gelte und die Behörden bislang noch am Anfang der Ermittlungen stehen würden. "Wir wollen einer Stigmatisierung vorbeugen", so der leitende Oberstaatsanwalt.

Verfahren gegen Runkel eingestellt

Er betont jedoch, dass der Einsatz nicht im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen den früheren Chefarzt Norbert Runkel stehen würden. Roth: "Dieses Verfahren ist bereits abgeschlossen." Es sei demnach gegen Auflagen eingestellt worden. "Dabei handelt es sich um keinen Schuldspruch – vielmehr hielt die Staatsanwaltschaft die Auflage als Konsequenz ausreichend." Um was für eine Auflage es sich handelt, dazu wollte sich der Staatsanwalt nicht äußern. Der Chirurg war nach einem Skandal um mögliche Bargeldzahlungen von Patienten an ihn fristlos entlassen worden.

Dieser Skandal und die neuerlichen Ermittlungen gegen einen Chefarzt trüben derweil die Stimmung im Klinikum. Wie Mitarbeiter im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten erklären, sei der Ärger groß, dass das gesamte Klinikum durch derartige Machenschaften einen "so schlechten Ruf bekommt". Viele Angestellte seien auch deshalb sauer, weil sich ausgerechnet Chefärzte "noch mehr unter den Nagel reißen möchten".

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.