Die Shell-Tankstelle in den Kimmichwiesen ist aktuell geschlossen – wie zwei weitere auch. Foto: Felix Biermayer

Seit mehr als zwei Monaten sind die Tankstellen in Calw und Freudenstadt geschlossen. Das Mineralölunternehmen Shell gab nun auf Anfrage Auskunft über den aktuellen Stand.

Die Benzinpreisanzeigen sind ausgeschaltet, Absperrbänder verhindern, dass Autofahrer aufs Gelände kommen. Ein Bild, das sich derzeit sowohl an der Shell-Tankstelle in Stammheim als auch an jener in den Calwer Kimmichwiesen bietet. Ähnlich sieht es zudem bei einer Shell-Tankstelle in Freudenstadt aus.

 

Gut zwei Monate ist es her, dass dort überall plötzlich die Türen zu blieben, lediglich Schilder mit der Aufschrift „Geschlossen“ verkündeten, dass es hier vorerst nichts mehr zu kaufen gibt. Gerüchte über eine Insolvenz des Betreibers aller drei Tankstellen machten die Runde, die sich wenig später durch Recherchen unserer Redaktion bestätigten.

Gründe für die Insolvenz erklärt

Demnach war der Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens bereits im Juni gestellt worden; mit Beschluss vom 21. Juni bestellte das Amtsgericht Tübingen einen Insolvenzverwalter.

Jener Verwalter hatte im Gespräch indes die Gründe für die Insolvenz erklärt – die im Grunde simpel seien. Im Rohstoff-Gewerbe gehe es um immense Summen, da könne es schnell zu Überschuldung und damit verbunden zur Zahlungsunfähigkeit kommen. Gerade in einer Zeit, in der der Verbraucher jeden Euro zwei Mal umdrehe.

Das Mineralölunternehmen Shell wiederum erklärte, der Betrieb der Tankstellen solle möglichst schnell wiederaufgenommen werden.

Unternehmen gibt nur vage Auskunft

Eine Aussage, die vor mittlerweile mehr als sechs Wochen getätigt wurde. Wie sieht es inzwischen aus? Wurde ein neuer Betreiber gefunden? Falls ja, wann werden die Tankstellen wieder öffnen? Wird es Umbau- oder Renovierungsmaßnahmen geben?

Auf all diese Fragen gibt Shell nur vage Auskunft – und auch das erst auf eine zweite Nachfrage.

„Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Tankstellen zeitnah wieder zu eröffnen“, schreibt eine Sprecherin am Dienstag in einer kurzen E-Mail. Und gibt immerhin noch einen ungefähren Hinwies, woran es derzeit noch zu hapern scheint: „Aktuell sind wir noch auf Personalsuche.“