Die Shell-Tankstelle in Stammheim hat wieder geöffnet. Foto: Ralf Klormann

Knapp fünf Monate nach der plötzlichen Schließung wird seit Montag in dieser Woche auch in Stammheim wieder Sprit verkauft.

Alles wieder beim Alten – zumindest fast. Nachdem die beiden Shell-Tankstellen in Calw und Stammheim im Sommer überraschend geschlossen hatten, sind nun beide wieder geöffnet.

 

Wie eine Sprecherin des Mineralölunternehmens Shell auf Anfrage unserer Redaktion erklärte, seien beide Standorte vom selben Betreiber übernommen worden. Veränderungen in den Shops habe es keine gegeben.

Suche nach Personal als Knackpunkt

Während die Tankstelle nahe Heumaden bereits seit Mitte Oktober wieder Sprit und Co. verkauft, wurde jene in Stammheim an diesem Montag wieder geöffnet.

Shell hatte bereits im Juli die feste Absicht bekundet, den Betrieb der Standorte möglichst schnell wiederaufnehmen zu wollen; dass dies nun einige Zeit in Anspruch nahm, hatte eine Sprecherin mit der Suche nach Personal begründet.

Was hinter den Schließungen im Sommer steckte, hatten Ende Juli Recherchen unserer Redaktion ans Licht gebracht. Bereits zuvor hatte sich jedoch gerüchteweise herumgesprochen, was sich später bestätigte: Der Betreiber der beiden Tankstellen in Calw und Stammheim sowie einer Station in Freudenstadt hatte im Juni einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt.

Es kann schnell zu Überschuldung kommen

Der vom Amtsgericht Tübingen bestellte Insolvenzverwalter hatte gegenüber unserer Redaktion erklärt, dass es im Rohstoff-Gewerbe schnell zu Überschuldung und damit verbundener Zahlungsunfähigkeit kommen könne, da es hier um immense Summen gehe.