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Rottweil Rathausmitarbeiter mit Schere bedroht

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Der betroffene Mitarbeiter der Ausländerbehörde schildert den Polizeibeamten den Vorfall. Foto: Otto

Rottweil - Schockmoment im Alten Rathaus in Rottweil: Ein 18-jähriger Mann rastet am Freitagmittag bei einem Besuch der Ausländerbehörde aus und bedroht den Mitarbeiter mit einer Schere. Glücklicherweise gelingt es den Rathausmitarbeitern, eine weitere Eskalation zu verhindern. Niemand wird verletzt, die Polizei führt den Mann ab.

Kurz vor Mittag sind viele Mitarbeiter inklusive der Verwaltungsspitze gerade dabei, sich auf den Weg zur Synagoge zu machen, um nach den Schüssen in Halle Solidarität mit der Jüdischen Gemeinde zu bekunden. Da wird ein Mann in einem Büro der Ausländerbehörde plötzlich laut. Er ist, wie sich später herausstellt, nicht mit einer Entscheidung einverstanden. "Er hat sich hineingesteigert, der Mitarbeiter blieb besonnen und wollte ihn hinunter zur Tür bringen", berichtet Fachbereichsleiter Bernd Pfaff kurz nach dem Vorfall. Der Schock steht ihm ins Gesicht geschrieben. Unten habe der Mann sich dann im Bürgerbüro eine Schere geschnappt und den Mitarbeiter bedroht. Die Polizei wird alarmiert, weitere Rathausangestellte eilen zur Hilfe. Der betroffene Mitarbeiter und Pfaff reden beruhigend auf den jungen Mann ein, bis die Polizei eintrifft und ihn abführt. Die wichtigste Nachricht: Niemand wurde verletzt. Ein Glück.

Oberbürgermeister Ralf Broß ist froh über die besonnene Reaktion der Mitarbeiter und das rasche Eingreifen der Polizei. "Das Ganze war eine Sache von Minuten", so Bernd Pfaff. Trotz des glimpflichen Ausgangs ist allen der tiefe Schreck anzumerken. So eine Situation, gerade heute. "Das steckt man nicht so einfach weg", so der Oberbürgermeister, bevor er Richtung Synagoge eilt.

Die Polizei kann bis zum Abend keine weiteren Erkenntnisse zu dem 18-Jährigen mitteilen. "Es wird wegen Bedrohung ermittelt", sagt ein Sprecher im Polizeipräsidium Tuttlingen. Zuständig sei der Bezirksdienst des Polizeireviers Rottweil. Zu prüfen sei in solch einem Fall, ob ein Haftgrund vorliegt. Auch diese Entscheidung war bis zum Abend nicht bekannt.

Der Vorfall erinnert an die Messerattacke im Schramberger Rathaus  vom März.  Am 22. November beginnt der Prozess gegen den 25-jährigen mutmaßlichen Täter, der  einen Mitarbeiter der Stadtverwaltung Schramberg mit einem Butterfly-Messer niedergestochen hatte. Das Opfer wurde durch den Angriff  lebensgefährlich verletzt.

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