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Schramberg Prozess um Rathaus-Messerstecher beginnt

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Nach der Attacke im Schramberger Rathaus am 20. März war der Vorplatz weiträumig abgesperrt worden. (Archivfoto) Foto: Dold

Schramberg - Der Prozess um den mutmaßlichen Täter, der im März einen Mitarbeiter der Stadtverwaltung mit einem Butterfly-Messer niedergestochen haben soll, beginnt laut Mitteilung des Landgerichts Rottweil am Freitag, 22. November.

Der 25-jährige Angeklagte soll zuerst eine Sprudelflasche gegen die Aufzugtür im Rathaus geworfen zu haben. Danach attackierte der Mann laut Anklage den damaligen Kämmerer der großen Kreisstadt Schramberg im Flur des zweiten Obergeschosses im Rathaus mit einem Messer. Durch den Angriff wurde der Rathausmitarbeiter lebensgefährlich verletzt. Die Fahndung war schnell erfolgreich und das Großaufgebot der Polizei konnte den mutmaßlichen Täter fassen.

Das Opfer wurde mit einem Rettungswagen und einem Hubschrauber mit erheblichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Nach einer Notoperation stabilisierte sich der Zustand des Kämmerers.

Das Motiv des mutmaßlichen Täters wurde seitens der Staatsanwaltschaft nicht bekannt gegeben. Opfer und Täter kannten sich nicht. Die beiden begegneten sich wohl zufällig im Rathaus. Nach der tat flüchtete der Täter mit der Tatwaffe in die Stadt.

Mehrere Verhandlungstermine

Für die Mitarbeiter des Rathauses war diese Attacke ein Schock. Einen solchen Vorfall hatte es zuvor noch nie gegeben. Neben dem 22. November teilte das Schwurgericht in Rottweil außerdem den 25. November, 6. Dezember und 16. Dezember als Verhandlungstermine mit. Die Staatsanwaltschaft geht aufgrund der Ermittlungen von einem zumindest bedingten Tötungsvorsatz aus. Sie erhob deshalb Anklage wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung.

Als Vorsitzender der Schwurgerichtskammer wird Richter Bernd Koch den Prozess verhandeln.

Laut Frank Grundke, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Rottweil dauere es in der Regel sechs Monate bis zum Prozessbeginn. Aufgrund der hohen Auslastung im Landgericht Rottweil hat sich die Zeitdauer bis zur Eröffnung der Verhandlung allerdings etwas länger gedauert – zwischen Tat und Prozessbeginn liegen rund sieben Monate.

Aufregung auch im Netz

Bei den großen Doskussionen im Internet, ging es vielen nicht um die Straftat, sonder lediglich um die Nationalität des mutmaßlichen Täters. Die Tatsache, dass es sich bei dem Angeklagten um einen Deutschen handelt, beruhigte dabei jedoch keineswegs die Gemüter.

Die Redaktion des Schwarzwälder Boten nannte die Herkunft des mutmaßlichen Täters nach Empfehlung des Pressrates weil "begründetes öffentlichen Interesse" zu herrschen schien.+

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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