Günter Jeschonek (links) hat von Finanzbürgermeister Steve Mall die Landesehrennadel entgegen genommen, seine Frau Ljubow einen Blumenstrauß zum Dank für ihre Unterstützung. Foto: Horst Schweizer

Seit über drei Jahrzehnten ist Günter Jeschonek das Gesicht und die Seele des Ebinger Rossberg-Freizeitvereins, für den er anfangs tätig war, ohne Mitglied zu sein. Zum Dank dafür hat er nun die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg erhalten.

Die Laudatio auf Günter Jeschonek zur Auszeichnung mit der Landesehrennadel, die im Rahmen der Hauptversammlung des Rossberg-Freizeitvereins stattfand, hielt Albstadts Finanzbürgermeister Steve Mall, der den Verein als Paradebeispiel für gelebte Solidarität bezeichnete und den Rossberg mit seinen Tieren und seinen 15 Spielgeräten als einen Ort der Begegnung, Geselligkeit und der Familien, der nicht nur für Albstadt, sondern auch für seine Nachbargemeinden – der Rossberg liegt auf Straßberger Gemarkung – von großer Bedeutung sei. Besonders dankbar müsse die Stadt dem Verein dafür sein, dass er dem Bauernhof-Kindergarten eine Heimstatt biete.

 

„Sie haben 33 Jahre lang die Helfer motiviert und die Fäden in der Hand gehabt“

An all dem, so Mall weiter, habe Günter Jeschonek tätigen Anteil gehabt. „Sie haben sich 33 Jahre lang mit großem Engagement, mit Leib und Seele für ihren Verein eingesetzt, haben ihre Helfer stets hervorragend motiviert und dabei die Fäden in der Hand gehabt.“

Jeschonek war 1978 zum Verein gekommen, und da er gerne kochte, unterstützte er das Team lange Zeit bei den Sonntagsdiensten, ohne Mitglied zu sein. Das wurde er erst 1990, als er den Vereinsvorsitz übernahm. Seither war er jeden Samstag und Montag auf dem Berg, machte Verwaltungsarbeiten und die Einkäufe – 33 Jahre lang, stellte der Finanzbürgermeister fest, habe sich Günter Jeschonek um die finanzielle Organisation der Hausdienste gekümmert, was allein schon einem Vollzeit-Job nahe komme. Der Stadt Albstadt sei er immer ein verlässlicher und vertrauenswürdiger Partner gewesen.

Die logische Konsequenz für solch hohe Verdienste um die Allgemeinheit

Für ein derartiges ehrenamtliches Engagement und solche Verdienste um die Allgemeinheit, so die logische Konsequenz, ist die Landesehrennadel der angemessene Lohn. Unter dem lautstarken und lang anhaltenden Beifall der versammelten Mitglieder heftete Mall die Ehrennadel an Günter Jeschoneks Revers und überreichte die Urkunde. Für Ehefrau Ljubow gab es Blumen.

Silke Hamann, Ulrike Friedel, Tanja Henne und Stefanie Thoma haben für Günter Jeschonek die Vogelhochzeit umgedichtet. Foto: Horst Schweizer

Anschließend ließ Jens Walte via Bildershow das Vereinsgeschehen unter der Ägide Günter Jeschoneks Revue passieren: die zahllosen Feste, Jubiläen, Ehrungen, geselligen Veranstaltungen Gottes- und natürlich auch Arbeitsdienste mit der Einweihung des Bauernhof-Kindergartens als bisher letztem Höhepunkt. Christa und Joachim Gottschling steuerten umfassende Erläuterungen und die eine oder andere Anekdote bei. Ein Frauen-Quartett, bestehend aus Silke Hamann, Ulrike Friedel, Tanja Henne und Stefanie Thoma, sang dazu zur Melodie der „Vogelhochzeit“, ein Loblied mit vielen Strophen auf den langjährigen Vorsitzenden.