Ab der Wendeplatte bei den Gastanks wird die „Steige“ zur Einbahnstraße mit begleitendem Radweg. Foto: Jambrek

An der „Steige“ zwischen Schramberg und Sulgen soll ein Radweg gebaut werden – und der Abschnitt wird zur Einbahnstraße. Das hat nun der Gemeinderat entschieden.

Tiefbauleiter Konrad Ginter hatte die Pläne zuvor im Ausschuss für Umwelt und Technik vorgestellt: Zustande gekommen war dieser durch einen Antrag der CDU-Fraktion. Weil im Bereich zum Wiesenwegle Autos parken, beginne der Weg auf Höhe der Wendeplatte bei den Gasbehältern. Bis dorthin sei daher ins Tal fahrender Gegenverkehr erlaubt. Im Verlauf nach Sulgen würde dann aber eine Einbahnstraße gelten, rechtsseitig der Radweg als eigene Spur daneben. Zur Anbindung an der Kreuzung mit der David-Deiber-Straße müsse, sie Stelle wird ohnehin seit Jahren kontrovers diskutiert, noch eine Lösung gefunden werden.

 

Bis zu 90 Prozent Zuschuss drin

Vorgesehen sind vier Meter Fahrbahnbreite, 50 Zentimeter Trennstreifen und drei Meter Radwegbreite, fuhr Ginter fort. Das sei förderfähig durch das Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG) – sogar ziemlich sicher, weil die Strecke sich im Radnetz BW befinde. „Die gute Nachricht: Die Förderung Stadt und Land wurde nun verlängert“, so Ginter, weshalb für das Projekt (Kostenschätzung: rund 1,2 Millionen Euro) gar eine Gesamt-Förderung von bis zu 90 Prozent möglich sei.

Parallel liefen Gespräche mit den ansässigen Grundstückseigentümern. Gegebenenfalls, so Ginter, sei eine Anlieger-frei-Anbindung vom oberen Göttelbach ans Kühlloch umsetzbar. Verspreche könne man da aber noch nichts. Die Trennung des Radwegs mit der Straße erfolge durch sogenannte Kasseler Trennsteine, wodurch der Schneepflug dort weiter fahren könnte.

Keine weiteren Arbeiten

Jürgen Kaupp (CDU) freute sich, dass es „so wunderbar geklappt“ habe, das sei eine Win-win-Situation für alle Beteiligten. Mirko Witkowski (SPD/Buntspecht) fand es ebenfalls eine „sehr gute Lösung“ und fragte, ob parallel weitere Arbeiten wie am Kanal angedacht seien. Ginter sagte, die Straßenbeleuchtung wandere auf die Geh- und Radwegseite – der Kanal sei vor einigen Jahren erst gemacht worden, Kabel etwa für Telekommunikation vorhanden. Da sei nichts geplant.

So viel sicherer

Auf Hilmar Bühlers (Aktive Bürger) Nachfrage hin bestätigte er, der Radweg sei in beide Richtungen auf dem Radweg angedacht, dafür sei jener aber breit genug. Emil Rode (Freie Liste) hätte sich ebenfalls eine größere Trennung zwischen Bergab-Radlern und Autos gewünscht – einig war man sich aber, dass es eine große Verbesserung zur aktuellen Sicherheitssituation sei.

Der Gemeinderat stimmte mehrheitlich bei einer Gegenstimme von Jürgen Reuter (Aktive Bürger) zu.