Der betroffene Gast will das Restaurant in Nagold in Zukunft nicht mehr besuchen. Foto: Thomas Fritsch

Neuigkeiten nach dem Schock-Fund in einem McDonalds-Burger: Die Versicherung des Nagolder Franchise-Betreibers hat inzwischen Geld gezahlt. Diese Zahlung nahm der betroffene Gast zwar an, zufrieden ist er damit aber nicht.

Es war im September, als sich Manfred Frank beim Essen eines „Big Tasty Bacon“ im McDonalds in Nagold verletzte. Der Lkw-Fahrer fand in seinem Burger etwas, das dort so gar nicht hingehört: Ein Fremdkörper schnitt den 41-Jährigen beim Kauen in den Mund, so dass er blutete.

 

Frank beschwerte sich daraufhin und sendete seinen Fund - ein langes Metallteil - ein. Im weiteren Verlauf entschuldigte sich der Fast-Food-Konzern bei dem Gast und schenkte ihm drei Essens-Gutscheine mit einem Gegenwert von rund 30 Euro. Frank war das nicht genug. Er suchte weiter den Kontakt - sowohl zu dem Verantwortlichen bei McDonalds als auch zu unserer Redaktion.

200 Euro Erstattung

Seine Beharrlichkeit wurde belohnt. Mittlerweile wurde der Lkw-Fahrer aus Simmersfeld von der Haftpflichtversicherung des Franchise-Betreibers kontaktiert. Die Versicherung schrieb: „Wir können nicht feststellen, dass unser Versicherter die erforderliche Sorgfalt außer Acht gelassen hat. Laut unserem Versicherungsnehmer werden die Pattys ständig in der Produktion geprüft. Aus den uns vorliegenden Informationen ist der Schaden unerklärlich.“ Weiter heißt es, Franks Ansprüche könnten ohne Nachweis einer Verletzung ebenfalls nicht überprüft werden. Und: „Wir bieten Ihnen ohne Anerkennung einer Rechtspflicht eine Erstattung in Höhe von 200,00 EUR an.“

Ende gut, alles gut? Nicht für Frank. Er hält die 200 Euro für „lächerliches Kleingeld“. Nach Rücksprache mit einem Anwalt nahm er das Geld zwar an - allerdings nur aus Mangel an besseren Möglichkeiten. Da er nicht beim Arzt gewesen sei, habe der Rechtsbeistand ihm zu diesem Schritt geraten. Mehr Handhabe gebe es nicht, so dessen Einschätzung.

Frank grämt die Sache noch immer, vor allem auf der menschlichen Ebene. Er hätte sich - neben einer angemessenen finanziellen Kompensation - gewünscht, dass der Franchise-Betreiber das persönliche Gespräch mit ihm sucht. Das ist bist heute nicht geschehen. „Ich bin über das Menschliche enttäuscht“, resümiert er. Frank findet es „nicht in Ordnung“, wie der Franchise-Betreiber mit der Sache umgegangen ist. Der 41-Jährige wird die Sache nun trotzdem abhaken, klar ist für ihn jedoch in Bezug auf den Nagolder McDonalds: „Ich gehe da nicht mehr hin!“