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Horb a. N. Sonderkommission ging von vier Beschuldigten aus

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Am letzten Prozesstag im August kommt raus: Im Dezember ging die Soko "Pfand" immer noch von vier Beschuldigten aus. Das sagte die Richterin, die Iyads Ehefrau am 5. Dezember 2018 verhört hatte. In der Verhandlung vor dem Schwurgericht sind noch zwei Angeklagte aus den Ermittlungen im Mordfall Riecher übrig geblieben: der syrische Flüchtling Mohammed O. und Iyad B.

Doch wer ist der damals vierte Beschuldigte? Der dritte dürfte nach jetzigem Kentnisstand klar sein: Es dürfte Hesham A. – der Friseur – sein. Er schmiedete wohl mit den beiden anderen die Überfallpläne. Bis er – so seine Aussage vor dem Amtsgericht Horb – ausgestiegen ist. Weil er Angst hatte, dass Riecher beim Überfall sterben könnte. Hesham wurde wegen "Nichtvereitelung einer Straftat" zu einer Geldstrafe verurteilt (wir berichteten).

Aber war der "Friseur" womöglich doch bei der Tat dabei? Iyads Verteidiger Kristian Frank hatte in der vorletzten Verhandlung eine "neuropsychologische Untersuchung" des Friseurs beantragt: "Im Rahmen der Hauptverhandlung gab der Zeuge folgendes an: Er hat Probleme mit dem Gedächtnis. Die Aussage ist so zu bewerten, dass der Zeuge einmal Gedächtnislücken aufweist. Und dass er aufgrund der Gedächtnislücken unwahre Behauptungen gegenüber dem Landgericht aufgestellt hat."

Widersprüchliche Angaben

Dazu nahm jetzt Oberstaatsanwalt Christoph Kalkschmid Stellung: "Die Fragen der Verteidigung haben darauf abgezielt, die Zeugen zu verunsichern. Suggestiv, mit unkorrekten Vorhaltungen. Der Zeuge sagt, dass es in seinem Gedächtnis Dinge gibt, die sich einbrennen und andere, die gänzlich aus der Erinnerung gelöscht sind. Ist das nicht die allgemeine Funktion des menschlichen Gedächtnisses?" Die Verteidiger hatten auf widersprüchliche Zeitangaben des Friseurs angespielt. Kalkschmid dazu: "Das ist ein allgemeines Problem von Zeugen vor Gericht – Zeit, Mengen, Geschwindigkeiten und Entfernungen exakt aus der Erinnerung wiedergeben zu können."

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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