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Horb a. N. Ahldorf: Bürgerinitiative legt Mitte Januar los

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Die Bürgerinitiative Hau und Holzwiese macht in Ahldorf bereits plakativ auf ihr Anliegen aufmerksam. Foto: Lück

Horb-Ahldorf - Das Mega-Thema "Gewerbegebiet" bewegt die Ahldorfer wie kein anderes. Das sagte Ortsvorsteher Hartmut Göttler beim Jahresempfang.

Das Gemeindehaus der katholischen Kirche am Sonntag. Gegen 14.20 Uhr startet Göttler mit seiner Jahresbilanz und dem Ausblick auf das neue Jahr. Am Ende gegen 14.45 Uhr kommt dann das heißeste Thema auf die Leinwand: Das geplante Gewerbegebiet, für das knapp 18 Hektar Wald fallen sollen, der Ahldorf vor dem Lärm der Bundesstraße 32 schützt. Und ein beliebtes Naherholungsgebiet ist.

Göttler erinnert an die Bürgerfragestunde zum Gewerbegebiet: "Das war die heißeste Sitzung, die ich in meiner achtjährigen Tätigkeit als Ortsvorsteher erlebt habe." Zeigt dann den Plan des Rathauses Horb: "Das Thema treibt den Flecken um wie kein anderes. Es gibt ein Dafür und Dagegen. Eher ein kräftiges Dagegen."

Denn: Nach dem Waldbegang am Tag vor Silvester, an dem 300 Besucher teilgenommen haben, hat sich inzwischen die Bürgerinitiative "Hau und Holzwiese" gegründet. Auf Strohballen an den Ortseingängen stehen schon die Protestplakate. Motiv: Bürgerinitiative Hau und Holzwiese. Darunter durchgestrichten "Geplantes Gewerbegebiet". Sprecherin ist Christina Nuss. Sie sagt: "Es wird am 18. Januar eine große Versammlung geben. Bis dahin halten wir uns noch bedeckt, aber dann starten wir." Ortsvorsteher Göttler, der als Grundstückseigentümer selbst befangen ist: "Diese Versammlung wird in der Halle stattfinden. Das Zimmer des Ortschaftsrates ist viel zu klein, wie schon die Bürgerfragestunden gezeigt hat."

Inzwischen hat die Bürgerinitiative schon die Fühler zu anderen ausgestreckt, wie hinter den Kulissen zu erfahren ist. Und: Einen Effekt hat das geplante Gewerbegebiet schon auf Ahldorf, wie Ortsvorsteher Göttler berichtet: "Man hat das Gefühl, dass der Ort wieder mehr zusammengerückt ist."

Vielleicht auch der Grund, warum das Thema beim Jahresempfang gestern trotz Aufforderung von Göttler nicht öffentlich diskutiert wurde. Von der Horber Rathausspitze war gestern niemand dabei. Göttler: "Wir laden die Stadtspitze seit Jahren nicht extra ein zu unserem Jahresempfang."

Gespannte Ruhe vor der "großen Sitzung"

Gespannte Ruhe also in unter den 837 Einwohnern von Ahldorf vor der großen Sitzung am Donnerstag, 18. Januar.

Die sonstigen Sorgen der Ahldorfer sind dagegen zu lösen, wie Ortsvorsteher Göttler in seinem Jahresausblick berichtet.

Sorge Nummer Eins: Die miese Parksituation auf dem nicht ausgebauten Stück der Felldorfer Straße. Göttler: "Dort parken die Autos teilweise so eng, dass weder Müllautos noch Rettungsfahrzeuge durchkommen. Wir haben schon nach den Stadtsheriffs angefragt, doch die wurden uns nicht geschickt. Da müssen wir in diesem Jahr eine Lösung finden."

Zweite große Aufgabe: Der Anbau ans Feuerwehrhaus von 1890. Göttler: "Weil das neue Feuerwehrfahrzeug so groß ist, müssen wir einen Anbau mit passendem Normtor machen. Der Neubau kostet knapp 190.000 Euro, das Feuerwehrfahrzeug 210.000 Euro."

Den leider üblichen Ortschaftsfrust gibt es bei den Bauhofleistungen. Göttler: "Die für uns zuständige Kolonne ist für fünf Ortschaften zuständig. Deshalb konnten nur die Daueraufträge gemacht werden. Für weitere Leistungen wie beispielsweise die Friedhofspflege war keine Kapazität da."

Dafür leisten wenigstens die "Bauhofler vor Ort" auf 450-Euro-Basis hervorragende Arbeit, wie Göttler bescheinigt: Unter anderem bei der Leerung der Hundekotbehälter, der Kontrolle der Grillhütte und dem Weidenbrunnen, der "inzwischen so gepflegt wie ein Park ist". Anerkennendes Gelächter im Publikum.

Göttler hofft, dass auch das Neubaugebiet Hauseräcker im Frühjahr endlich ans schnelle Internet angeschlossen wird: "Die Landesförderung ist da, doch die Bauarbeiten stocken seit November am Ortsschild Mühlen. Wir hoffen, dass im Frühjahr der Mohnweg, Dinkelweg, Hohenbaumweg und Hanfweg dann ans Glasfaser-Internet angeschlossen sind."

Auch auf der Liste für das Jahr 2018: Der Mauerdurchbruch auf dem Friedhof. Göttler: "Ohne diesen Mauerdurchbruch müssen die Besucher weite Wege gehen, um zur Miste zu kommen."

Das hört sich aber – bis auf das Parkchaos an der Felldorfer Straße – nach machbaren Problemen an.

Der Kampf um den Wald gegen das Gewerbegebiet – er dürfte die Ahldorfer noch länger beschäftigten. Denn: Bis Ende Januar sollen die gut 50 Grundstückseigentümer gegenüber dem Rathaus erklären, ob sie bereit sind, ihr Land für das Gewerbegebiet zu verkaufen.

Bürgermeister Ralph Zimmermann hatte in der Bürgerfragestunde in Ahldorf gesagt, dass das Rathaus mindestens 20 Hektar benötigt, sonst sei die Erschließung nicht wirtschaftlich.

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