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Freudenstadt Nationalpark Schwarzwald: Zweiter Protestbrief in Sachen Wildtierpark

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Auf den geplanten Wildtierpark - inklusive Wisente - will der Förderverein nicht verzichten. Foto: dpa

Freudenstadt - Zwei Jahre lang kein Geld aus Stuttgart für den geplanten Wildtierpark Alexanderschanze – der Förderverein will es nicht klaglos hinnehmen, dass das Projekt im neuen Doppelhaushalt des Landes fehlt.

In einem offenen Brief an die Fraktionsvorsitzenden im Landtag sowie die Mitglieder von Bündnis 90/Die Grünen, CDU, SPD und FDP im zuständigen Ausschuss des Landtags macht der Vorstand des Vereins seinem Ärger Luft. Unterzeichnet ist das Schreiben vom Vorsitzenden des Fördervereins, dem Freudenstädter OB Julian Osswald, Landrat Klaus Michael Rückert, seinem Amtskollegen des Ortenaukreises, Franz Scherer, sowie den Bürgermeistern Michael Ruf (Baiersbronn), Uwe Gaiser (Oppenau), Matthias Bauernfeind (Oberwolfach), Meinrad Baumann (Bad Peterstal-Griesbach) und Bernhard Waidele (Bad Rippoldsau-Schapbach).

Regierungsfraktionen signalisierten immer wieder Unterstützung

Darin klagt der Verein, dass die "Entscheidungsträger der Regierungsfraktionen" dem Projekt "immer wieder Unterstützung signalisiert" hätten. Daraufhin sei der Verein mit privatem Geld in Vorleistung gegangen. "Eindringliche Bitte" sei es nun, in den Haushaltsberatungen nochmals über den Wildtierpark auf der Alexanderschanze zu diskutieren. Er stelle "eine große Bereicherung des touristischen Konzepts für den Nationalpark dar". Der Förderverein habe bereits mehr als 230.000 Euro ins Konzept und die Planung investiert.

Für den Aufbau des Tierparks an der Schwarzwaldhochstraße sind nach Kostenplanung des Fördervereins rund 1,56 Millionen Euro notwendig, in Stufe eins. Die beiden weiteren Ausbaustufen stellten "optionale Erweiterungsmöglichkeiten" dar. Jedoch funktioniere das Konzept schon, wenn Stufe eins umgesetzt sei. Damit würden bereits "die naturschutzfachlichen und touristischen Kernziele" erreicht. Die jährlichen Betriebskosten etwa für Personal, Fahrzeuge, Tierfutter und Unterhalt werden vom Förderverein mit rund 140.000 Euro beziffert.

Perlenkette ohne Perlen?

Wie berichtet, sollen im Wildtierpark Wisente angesiedelt werden, mittlerweile fast ausgestorbene europäische Bisons. Der Tierpark soll Teil einer "Perlenkette" von Attraktionen entlang der B  500 sein, um den Fremdenverkehr um die Alexanderschanze wieder anzukurbeln.

Wie berichtet, hatte Julian Osswald bereits vor knapp zwei Wochen einen Brandbrief ähnlichen Inhalts an Ministerpräsident Winfried Kretschmann geschickt. Weitere Argumente: Es gebe in Deutschland keinen Nationalpark, der keine Tiere zeige. Kretschmann habe ihm persönlich Unterstützung signalisiert. Wie berichtet, scheitert wohl auch das zweite geplante Tierpark-Projekt an der Schwarzwaldhochstraße. Die Initiatoren der "Anima" erklärten vor ein paar Wochen, das Projekt finanziell nicht stemmen zu können. Osswald vermutet, dass es nicht am Geld für den Wildtierpark Alexanderschanze mangelt, sondern am "politischen Willen" nach der Kostenexplosion am Besucherzentrum für den Nationalpark. Ohne weitere Angebote zur Tourismusförderung werde der Rückhalt für den in Teilen der Bevölkerung immer noch umstrittenen Nationalpark bröckeln, sagt Osswald voraus.

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