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Freiburg Gruppenvergewaltigung: Angeklagter beteuert Unschuld

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Angeklagte sitzen vor dem Prozessbeginn im Gerichtssaal im Landgericht. Die Männer sollen laut Anklage Mitte Oktober 2018 eine 18-Jährige nachts in einem Gebüsch vor einer Diskothek vergewaltigt haben. Foto: dpa

Freiburg - Im Prozess um die mutmaßliche Gruppenvergewaltigung einer 18 Jahre alten Frau im Oktober 2018 in Freiburg hat einer der elf Tatverdächtigen den Vergewaltigungsvorwurf aus der Anklage weit von sich gewiesen: Timo P. (26) sagte, die Frau habe den Sex im Drogenrausch aufdringlich eingefordert.

Das zeige auch ein Video, das einer der mutmaßlichen Täter angeblich gedreht habe. "Ich bin kein Vergewaltiger", so P. wörtlich. "Wenn Sie nein gesagt hätte, hätte ich nicht weiter gemacht." Er habe die Frau eigentlich zurück in die Discothek bringen wollen. Sein Kumpel Majd H. (22), der Hauptangeklagte in dem Mammut Prozess, habe ihn deshalb um Hilfe gebeten.

Den Sex habe er zunächst nicht gewollt. Dann sei er aber "schwach geworden" und es sei zu Oralsex gekommen. Hinterher habe er ein schlechtes Gewissen gehabt, weil er seine Freundin betrogen habe. "Da habe ich mich vollgesoffen."

Der Deutsche ohne Migrationshintergrund ist in dem Strafprozess der bislang einzige Angeklagte, der sich zu den Vorwürfen äußert. Die anderen haben angekündigt, zu den Vorwürfen schweigen zu wollen.

Angeklagt sind elf Männer zwischen 18 und 30 Jahren, die meisten von ihnen sind Flüchtlinge. Ihnen wird vorgeworfen, Mitte Oktober vergangenen Jahres eine 18-Jährige nachts in Freiburg nach einem Discobesuch in einem Gebüsch vor der Diskothek vergewaltigt zu haben.

Beim Vorwurf der Vergewaltigung gehe es juristisch nicht nur um die Frage, ob Gewalt ausgeübt wurde, sagte der Vorsitzende Richter Stefan Bürgelin. Der Tatbestand der Vergewaltigung sei auch dann erfüllt, wenn das Opfer wehrlos sei und Täter diese Wehrlosigkeit ausnutzten.

Staatsanwalt Rainer Schmid sagte, die Tat habe zweieinhalb Stunden gedauert. Die Männer seien nacheinander aus der Disco gegangen, um sich an der 18-Jährigen zu vergehen. Sie sitzen in Untersuchungshaft.

Der Verteidiger des Hauptbeschuldigten erklärte, sein Mandant habe mit der Frau sexuellen Kontakt "auf deren ausdrückliches Verlangen und mit ihrem Einverständnis" gehabt. Er habe niemanden zu Straftaten angestiftet. Der 22 Jahre alte Mann aus Syrien soll laut Anklage die 18-Jährige vergewaltigt und danach andere Männer zum Vergewaltigen animiert haben. Er gilt Justizangaben zufolge als Intensivtäter.

Der Prozess wird am Donnerstag fortgesetzt. Es sind Verhandlungstage bis Ende Dezember geplant. Einen Termin für mögliche Urteile gibt es Gerichtsangaben zufolge noch nicht

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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