Die richtige Kurventechnik ist beim Querfeldein-Fahren besonders wichtig. Foto: Frühauf

Freizeit-Trip: Interessierte können sich in Albstadt zum Thema Radfahren schlau machen

Albstadt - Mit der richtigen Technik macht die wilde Fahrt auf der Schwäbischen Alb gleich noch viel mehr Spaß. Gut, dass das Mountainbike-Revier Albstadt bietet neben ausgewiesenen Querfeldein-Strecken auch Fahrtechnik-Kurse bietet.

Übungen sind Corona angepasst

"Beim Mountainbiken kommt die Technik oft zu kurz", weiß Philipp Wichmann von Albbike, einer Gruppe begeisterter Mountainbiker – allesamt quasi im Sattel groß geworden. Inzwischen bieten sie verschiedene Kurse an und zeigen, wie viel Spaß Fahrradfahren – und Mountainbiken im Speziellen – mit der richtigen Technik macht. Philipp, der – wie unter Bikern üblich – geduzt wird, hat sich sein Fahrrad geschnappt und steigt ins Eins-zu-eins-Coaching ein, das sogar in Corona-Zeiten erlaubt ist. Holger sitzt ebenfalls schon lange im Fahrradsattel und erklärt beim Vorgespräch: "Ich fahre intuitiv." Die Technik war bei ihm bisher kein großes Thema.

"In den Gruppenkursen geht es um Sitzposition, Kurventechnik und sicheres Bremsen", erklärt Philipp. Mit Ersterem geht das Coaching los: "Normalerweise starte ich mit einer Übung, die unter Corona-Beschränkungen nicht geht." Dabei hält er die Teilnehmer jeweils am Lenker fest. Heute schwingt er sich gleich auf sein Rad, fährt ein paar Meter den Übungshang vor dem Raichbergturm hinauf und demonstriert verschiedene Positionen. "Früher hieß es: ›Leicht hinter den Sattel sitzen‹", sagt er und macht es auch gleich vor. Doch diese Technik hat auch ihre Nachteile: "Allerdings bekomme ich so keine Traktion aufs Vorderrad." Das rutscht ihm bei einer Bremsung tatsächlich leicht weg.

Marathon-Atmosphäre auf Schwäbischer Alb

Er lässt sich tiefer in den Sattel gleiten, stellt die Ellenbogen nach außen und belastet jetzt Vorder- und Hinterrad gleichmäßig. Sein Körperschwerpunkt liegt nun über dem Tretlager. "Das Ziel ist ein lastfreier Lenker", erläutert er – und nimmt dann prompt beide Hände vom Lenker und fährt freihändig und doch sicher bergab.

Rund um Albstadt gibt es drei ausgewiesene Routen. "Die beliebteste ist der ›Alb-Gold Wadenbeißer‹", erzählt Philipp. Die knapp 18 Kilometer lange Strecke mit 520 Höhenmetern besteht zu rund einem Drittel aus Single-Trails – schmalen Pfaden – und hat alles, was das Mountainbiker-Herz begehrt.

Knackige Anstiege, steile Abfahrten und anspruchsvolles Terrain bietet der "Gonso Trail", der 45 Kilometer lang ist und 1000 Höhenmeter aufweist. Ein ideales Training für den nächsten Albstadt-Bike-Marathon, der seit 1995 jährlich stattfindet – mit Ausnahme des Pandemie-Jahres 2020.

Die Marathon-Strecke mit Start und Ziel in Albstadt führt über 83 Kilometer und 2000 Höhenmeter über die Schwäbische Alb und verbindet dabei alle neun Stadtteile. Auf der anspruchsvollen Marathonstrecke ist die Fahrsicherheit durchaus wichtig – auch die richtige Kurventechnik, die Philipp als Nächstes erklärt.

Mehr Informationen zu den Fahrtrainings gibt es unter www.bikezone-albstadt.de. Die Strecken sind auf dem Internetseiten www.albstadt-tourismus.de, www.tmbw.de und www.schwaebischealb-tourismus.de genauer beschrieben.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: