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Eppingen "Hexenkessel-Prozess" eingestellt

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Eine junge Frau hat sich in einem Kessel bei einem Fastnachtsumzug verbrüht. Foto: Stephen Wolf/Archiv/dpa

Heilbronn/Eppingen - Der sogenannte Hexenkessel-Prozess in Heilbronn ist nach zwei Verhandlungstagen eingestellt worden. Damit bleibt die Schuldfrage nach Auskunft des Landgerichts von Montag ungeklärt. Details zur Entscheidung will die Kammer gegen Ende der Woche veröffentlichen.

In dem Rechtsstreit war einem 34-Jährigen vorgeworfen worden, im Februar 2018 beim Fastnachtsumzug in Eppingen (Kreis Heilbronn) als Hexe verkleidet eine 18 Jahre alte Zuschauerin schwer an den Beinen verbrüht zu haben. Die Frau war von einer Gruppe maskierter Hexen über den Kessel gehalten worden, sie geriet aber mit den Beinen in den Behälter und zog sich schwere Verbrennungen zu.

Das Amtsgericht Heilbronn hatte den Mann aufgrund von Indizien wegen fahrlässiger Körperverletzung zu einer Strafe von rund 6600 Euro verurteilt. Dagegen wehrte er sich. Deshalb beschäftigte sich das Landgericht mit dem Fall. Der Mann bestreitet die Vorwürfe.

Auf Zeugenaussagen konnte die Kammer im Prozess nicht bauen: Laut den Befragungen im Gerichtssaal wollen im entscheidenden Moment, als die Füße ins kochend heiße Wasser gerieten, alle in eine andere Richtung geschaut haben. Zeugen beriefen sich zudem darauf, dass der Vorfall lange zurückliege und Alkohol im Spiel gewesen sei. Dass Zeugen einen Fall derart unterschiedlich schilderten, habe er in seinem ganzen Berufsleben noch nicht erlebt, sagte der Richter.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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