Geschäftsführer Christoph Sandner (links) und der neue Sportmanager Christof Kreutzer haben viel Arbeit vor sich. Foto: Morat

Eishockey: Sandner:„Der Juni und Juli werden schwer, aber das können wir überbrücken.“ Torwarttrainer noch vakant.

Während auf der Stehtribüne der Heliosarena Presslufthammer und Bagger sich in den Beton bohren und die Umbauarbeiten vonstatten gehen, haben Geschäftsführer Christoph Sandner und der neue Sportmanager Christof Kreutzer Stellung zu den aktuellen Planungen, vor allem im sportlichen, aber auch im wirtschaftlichen Bereich, genommen.

Wie schon bereits mehrfach bekundet, nehmen die Schwenninger Wild Wings im Moment keine neuen Spieler unter Vertrag. „Es gibt ein Agreement in der DEL und daran werden wir uns halten. Dies gilt bis zum 30. Juni“, gab Christoph Sandner Auskunft. Sportmanager Christof Kreutzer betonte jedoch, dass es trotzdem viele Gespräche mit Kandidaten gebe. „Im Moment ist der Markt sehr ruhig, keiner schließt Verträge ab. Es gibt Vereine, die sich vor der Krise darüber gefreut haben, dass sie in diesem Jahr viel weiter mit ihren Planungen waren, als in den Jahren zuvor. Doch jetzt ist das eher ein Nachteil, weil keiner weiß, wohin die Reise geht“, beschreibt Christoph Sandner die Schwierigkeiten der Planungen.

Obgleich durch den nach hinten verschobenen Dauerkartenverkauf die einzige Einnahmequelle für die Sommermonate zurzeit stillgelegt ist, bekräftigte der Geschäftsführer, dass die Wild Wings im Moment kein Liquiditätsproblem haben. „Der Juni und Juli werden schwer, aber das können wir überbrücken.“ Außerdem binde der Dauerkartenverkauf Manpower zumal derzeit Teile der Mitarbeiter in Kurzarbeit sind. „Die Fans wollen wissen, wie es nach dem Umbau aussieht, es sich anfühlt. Deswegen warten wir mit dem Dauerkartenverkauf ab“, so Sandner.

Acht Spieler werden noch gesucht

Sportmanager Christof Kreutzer betonte, dass er keinerlei Bauchschmerzen habe, weil die Schwenninger erst 17 Spieler unter Vertrag haben. „Wir benötigen noch drei Verteidiger (davon ein Kontingentspieler) und vier Stürmer“, gab er Einblick in die sportlichen Planungen. Hinzu kommt naturgemäß ein dritter Torhüter, der hinter den beiden Neuzugängen Joacim Eriksson und Patrik Cerveny parat stehen soll. „Wir haben Wünsche und Vorstellungen, auch der Spielermarkt gibt viel her. Wir wollen einen Kader bauen, der Erfolg haben soll“, ist Kreutzer zuversichtlich, dass die Schwenninger Wild Wings eine schlagkräftige Mannschaft zur Verfügung haben werden. Mit sinkenden Spielergehältern hoffen die Verantwortlichen auf Cracks, die bisher für die Wild Wings unerreichbar waren. Aber auch, ob und wann andere Ligen den Spielbetrieb aufnehmen, Clubs vielleicht sogar Pleite gehen, ist ein für die Wild Wings zu berücksichtigender Faktor. 

Doch es gibt auch weitere Baustellen außer der Heliosarena. Jamie MacQueen, der zuerst suspendiert und dann nach Iserlohn ausgeliehen wurde, steht weiterhin auf der Gehaltsliste. Des Weiteren stehen Gespräche mit Spielern an, die gültige Verträge haben und aufgrund der Corona-Krise zu Gehaltskürzungen bewegt werden sollen. Auch der neue Kooperationspartner steht noch nicht fest, obgleich Kreutzer Freiburg favorisiert.

Vier Monate vor dem - in Zeiten der Corona-Krise - imaginär erscheinenden fraglichen Saisonstart am 18. September gibt es immer noch keinen Nachfolger für den langjährigen Mannschaftsbetreuer „Wolfi“ Stegmann, auch in Sachen Torwarttrainer befinden sich die Wild Wings auf der Suche.

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