Wer Hausbesitzern immer mehr Hürden in den Weg legt, darf sich nicht wundern, wenn die irgendwann gehen, meint unser Autor. Und die Gebäude verkommen.
Photovoltaikanlagen auf den Dächern der Calwer Altstadt stören das Stadtbild – und sollten verboten werden. Zumindest das, was nicht ins Bild passt. Ob das bezahlbar wäre – zweitrangig. Diese Ansicht hat sich im Bauausschuss durchgesetzt. Zumindest genug, um das Thema zu vertagen.
Gewiss: Das Calwer Stadtbild ist unbezahlbar, darf nicht verunstaltet werden. Ob PV-Anlagen (dauerhaft) verunstalten, sei dahingestellt.
Springt kein edler Gönner ein, gibt’s Probleme
Fest steht: Wird Besitzern der Erhalt ihrer Gebäude durch zu viele Vorschriften verleidet, ist nichts gewonnen. Springt dann kein edler Gönner ein, der die Häuser um ihrer selbst Willen, ohne Rücksicht auf sinnvolle und wirtschaftliche Wohnkonzepte erhält, drohen Leerstand und Verfall.
Keine Lösung darf es sein, mit Steuergeld hübsche Hüllen zu finanzieren. Dafür werden die Mittel zu dringend für Gebäude gebaucht, in denen Leben herrscht – Schulen oder Kindergärten etwa.