Kreuzung und Bahnübergang beim Alten Bahnhof bekommen ein neues Gesicht. Die Bauarbeiten dauern länger als gedacht, wobei ein Teil der Baustelle schon wieder früher vom Verkehr befahren werden könnte.
Es war die wohl unübersichtlichste Kreuzung in Althengstett. Doch das Aufeinandertreffen von Stuttgarter Straße, Bahnstraße, Bahnhofstraße, Ölbergstraße und Schlüsseläckerweg wird durch einen Kreisel künftig angenehmer gestaltet. Die Bauarbeiten dazu starteten im September und sind aktuell in vollem Gange. Der Bereich ist für den Verkehr gesperrt.
Keine leichte Aufgabe
„Die Arbeiten am derzeit entstehendem Kreisverkehr sind aufgrund der anspruchsvollen Umgebung des Baufeldes zeitaufwendig“, erklärt Bauamtsleiter Rainer Bubser auf Nachfrage unserer Redaktion. Eigentlich war eine Bauzeit von drei Monaten geplant. Bubser terminiert einer Fertigstellung nun jedoch auf Ende Februar – je nach Witterung. Dann soll auch der Bahnübergang fertig sein.
Baldige Freigabe für Anlieger?
Allerdings werde die Asphaltschicht beim neuen Kreisverkehr schon Ende November oder Anfang Dezember aufgetragen. Könnten dann die Autos den Kreisel nicht schon nutzen, während am Bahnübergang noch gearbeitet wird? „Die Verwaltung prüft derzeit, ob eine Freigabe für den Anliegerverkehr auf der Tragschicht ohne Beschilderung beziehungsweise mit provisorischer Beschilderung möglich ist“, führt Bubser dazu aus. Vielleicht müssen die Autofahrer nicht bis Februar warten.
Schranken sichern künftig den Bahnübergang
Der Bahnübergang werde künftig mit Schranken gesichert sein, so der Bauamtsleiter weiter. Diese würden pro Fahrtrichtung nur einseitig angebracht. „Damit Fahrzeuge bei geschlossenen Schranken von den Schienen fahren können“, erklärt er. Der Verkehr in den Kreisverkehr solle mittels Signalanlage – das ist keine Ampel – geregelt werden. „Dadurch soll ein Rückstau vor der geschlossenen Schranke im Kreisverkehr verhindert werden“, so Bubser.
Ein Ahornbaum muss weichen
Wegen der Arbeiten im Baustellenbereich musste zudem ein Ahornbaum weichen. Man habe erst die Feinwurzeln freigelegt, erläutert Bubser. Nur so habe sich die Hauptwurzelrichtung des Baumes feststellen lasse. „Nach Sichtung des Wurzelbereichs kam man in Absprache mit der gesamtbaubetreuenden Biologin der Hermann-Hesse-Bahn überein, dass die für den Bau des Gehwegs notwendige Kappung der Wurzeln den Baum absterben lässt“, erklärt er das Schicksal des Ahorns. Im „Bahnumfeld“ würden aber neue Bäume gepflanzt.