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Bad Wildbad In Hotel Restaurant Auerhahn kehrt wieder Leben ein

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Seit mehr als einem Jahr ist das Hotel Restaurant Auerhahn auf dem Sommerberg geschlossen. Foto: Mutschler

Bad Wildbad - Auch wenn die am Vertrag Beteiligten auf Nachfrage bisher keine Details verlauten lassen und sich sehr zurückhaltend äußern, ist es seit einigen Tagen mehr oder weniger offiziell bekannt. Nach mehr als einem Jahr Schließung öffnet das Hotel-Restaurant Auerhahn auf dem Sommerberg wieder seine Pforten für Gäste.

Die beiden Inhaberinnen, Brigitte und Carina Richter aus Pforzheim-Büchenbronn, haben mit Daliborka Ratkovic, die bereits das Kurhaus-Restaurant Mélange in Bad Wildbad betreibt, eine Pächterin gefunden. So ist es zumindest auf den Facebook-Seiten der beiden Gastronomiebetriebe zu lesen, was bereits viele positive Reaktionen unter den Followern ausgelöst hat.

Wann genau "die baldige" Eröffnung stattfinden wird, soll laut Ratkovic dann auch über diesen Social-Media-Kanal veröffentlicht werden. Der Biergarten des Hotels ist nach dem Ausstieg des Mutter-Tochter-Teams seit September 2019 an Sonja und Michael Daubner vom "Langos-Michl" aus Keltern verpachtet worden, der bereits die zweite Saison auf dem Sommerberg zumindest für ein verkleinertes gastronomisches Angebot sorgt.

Der über einen Immobilienmakler ausgeschriebene Komplex, bestehend aus Hotel mit zehn Zimmern und Appartements, Restaurant mit Biergarten (insgesamt 680 Sitzplätze) und dem in unmittelbarer Nähe liegenden "Auerhahn-Nest" mit weiteren 17 Zimmern und Appartements, fand jedoch bisher keinen Käufer – was sicherlich auch auf die aktuelle Corona-Pandemie zurückzuführen ist. In der im Jahr 2011 eröffneten Immobilie wollten Brigitte und Carina Richter eine gehobene Küche und exklusiven Service für eine ebensolche Klientel anbieten. Doch ging dieser Plan nicht auf, weshalb sich die beiden trotz hoher Investitionen und Toplage und zur Überraschung vieler Ende April des vergangenen Jahres zum Rückzug aus dem Geschäft entschlossen hatten.

Bürgermeister Mack ist glücklich und erleichtert

Bürgermeister Klaus Mack zeigte sich auf Anfrage glücklich und erleichtert, dass nach dem langen Leerstand eine Lösung gefunden wurde und "der Auerhahn bald wieder ruft". Seiner Ansicht nach hat die künftige Pächterin Ratkovic bereits im Kurhaus bewiesen, dass sie auch mit schwierigen Herausforderungen bestens umgehen kann. "Das Mélange hat sich zu einem beliebten Anlaufpunkt entwickelt. Große Veranstaltungen, Hochzeiten oder Tagungen wurden professionell begleitet. Deshalb bringt Frau Ratkovic auch die besten Voraussetzungen mit, den Auerhahn zu betreiben", zeigt sich Mack überzeugt. "Der Sommerberg hat sich mit rund 400.000 Besuchern pro Jahr zu einem beliebten Ausflugsziel über die Region hinaus entwickelt. Dazu gehören die entsprechenden Einkehrmöglichkeiten. Der Auerhahn wurde neben der Bestandsgastronomie als Teil eines Gesamtkonzeptes geplant. Die Stadt hatte das unterstützt, indem sie Flächen vor der Bergbahn, also Teile des heutigen Biergartens, an den Auerhahn verpachtet hat. Umso wichtiger ist uns, dass wieder Leben in das Gebäude einkehrt. Frau Ratkovic hat unsere volle Unterstützung, ich danke aber auch Familie Richter, dass eine Lösung gefunden wurde", erläutert Mack.

Ob und wie lange Ratkovic mit ihrem Team dann noch das "Mélange" im Kurhaus weiterbetreiben wird, ist aktuell noch offen. Nach der umfassenden Außensanierung des historischen Gebäudes durch das Land Baden-Württemberg ist hier laut Mack der zweite Bauabschnitt für die Innensanierung in Planung. "Es ist keine Frage, dass die Schließung des Auerhahns im letzten Jahr eine große Lücke hinterlassen hat. Und Respekt, dass Frau Ratkovic hier einsteigt, zumal wir ja schon auf das Ende der Outdoor-Zeit zusteuern. Dass sie das gut machen wird, bin ich mir auch sicher. Das Mélange läuft, und wenn das dann oben auch so funktioniert, ist das sehr gut", äußert sich auch Wolfgang Richter positiv zu der Übernahme. "Das Publikum, auf das Familie Richter gesetzt hatte und was beim vorgelegten Ausbaustandard des Restaurants verständlich ist, ist nicht so gekommen", meint der Vorsitzende des Dehoga-Stadtverbandes Bad Wildbad und Inhaber des Hotels Rothfuß. Er sieht den Schwerpunkt bei den Zielgruppen für den Sommerberg – ähnlich wie die Touristik Bad Wildbad – bei Familien, Wanderern und Tagesausflügler. "Wenn man sonntags zum Beispiel im ­À-la-carte-Bereich punkten wollte, dann wäre die Frage, wie kommt der Gast überhaupt ohne große Wartezeit auf den Sommerberg hoch", räumt Richter ein, wobei er davon ausgeht, dass Ratkovic eine stimmige Kundenanalyse gemacht hat.

Familie Daubner vom "Langos-Michl" wird noch bis Ende Oktober den Biergarten des "Auerhahn" mit ihrem gastronomischen Angebot bespielen. Laut Michael Daubner sollen die aktuellen Öffnungszeiten – täglich außer dienstags von 10 bis 18 Uhr – bis Saisonende beibehalten werden, sofern es die Personalsituation und das Wetter zulassen. "Für uns hat sich dort mit coronabedingt nur 120 Sitzplätzen alles sehr gut entwickelt und wir können voll zufrieden sein", lautet sein Resümee.

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