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Bad Liebenzell Alltag im Freibad hat sich in Corona-Zeiten verändert

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Im Bad Liebenzeller Freibad ist die Obergrenze an Gästen von 979 auf 750 reduziert worden. Foto: Archiv

Bad Liebenzell - Lange Warteschlangen, renitente Maskenverweigerer, erstmals ein Securitydienst im Einsatz: Das ­Coronavirus hat das Liebenzeller Freibad verändert. Bei Bademeister Robert Basche und seinem Team ist Einfallsreichtum gefragt.

Vor einem Monat öffnete das Freibad in Bad Liebenzell zum ersten Mal in diesem Jahr seine Pforten. Trotz Coronavirus war Bademeister Robert Basche zu Beginn der Badesaison noch zuversichtlich. 979 Personen dürfen gleichzeitig das Bad betreten, hieß es noch Mitte Juni. Eine Zahl, die in den Vorjahren nur selten erreicht wurde. Stolz war Basche darauf, dass in seinem Bad noch keine Security notwendig sei. "Unser Freibad ist gemütlich, heimelig, für jeden ist etwas dabei. Es ist eher ein Familienbad. Bei uns muss nicht die Polizei kommen", sagte Basche, der seit 2001 als Bademeister im Liebenzeller Freibad tätig ist, damals.

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Einen Monat später sieht die Realität anders aus. Die Obergrenze musste inzwischen auf 750 Personen ­herabgesetzt werden – am vergangenen Sonntag wurde sie erstmals erreicht. Auch ein Securitydienst gehört nun zum Alltag in Bad Liebenzell, da sich zu viele Badegäste weigerten, die Maskenpflicht zu befolgen. "Manche Leute kamen dann an und meinten, dass Studien belegen, dass die Masken gar nichts bringen", meint Basche. "Aber ich muss mich an Gesetze und nicht an Studien halten. Und das gilt dann auch für die Badegäste."

Pavillons aufgestellt

Dabei betont der Bademeister: Maske getragen werden muss nur im Eingangsbereich und in geschlossenen Räumen wie den Umkleidekabinen. Im Wasser gilt die Maskenpflicht nicht und auch auf der Liegewiese lässt die baden-württembergische Corona-Verordnung inzwischen die Bildung von kleineren Gruppen aus verschiedenen Haushalten zu, ohne dabei Maske tragen zu müssen. "Wir sind da so großzügig wie möglich", sagt Basche, der bedauert, inzwischen auch einen Securitydienst einsetzen zu müssen: "Wir sind ein sehr heimeliges Bad, sehr familienorientiert. Wir haben Badegäste, die sich mit Security schwer tun. Gerade für ältere Gäste ist es schwierig, sich darauf einzulassen."

Zu Problemen kommt es auch vor dem Freibad, wo sich lange Schlangen bilden. Zwar hat Basche mit seinem Team Pavillons aufgestellt, damit die wartenden Badegäste nicht in der prallen Sonne stehen müssen. Dennoch kommt es immer wieder zu erhitzten Gemütern. "Die Schlange war schon 30 bis 40 Meter lang, weil wir die Leute blockweise reinlassen. Da kam es teilweise zu Wartezeiten von über einer Stunde", bedauert Basche und unterstreicht: "Wir können das leider nicht anders machen. Mir gefällt das auch nicht." Als Orientierungshilfe dient die Internetseite der Stadt Bad Liebenzell. Dort wird in Echtzeit angezeigt, wie viele Personen noch ins Freibad dürfen, bis die Obergrenze von 750 erreicht ist.

Zettel ausfüllen

Als eines der wenigen Freibäder in der Region verzichtet Bad Liebenzell dagegen auf Online-Tickets. Die Befürchtung: Gerade ältere Gäste könnten mit der Online-Registrierung Probleme haben. Stattdessen müssen sich alle Besucher am Eingang registrieren und dort ihre persönlichen Daten abgeben. "Die Security hilft auch den Leuten beim Ausfüllen der Zettel", sagt Basche. Um durch die Registrierung die Wartezeiten nicht unnötig zu verlängern, hat das Bad nun zwei Schalter eingerichtet: Einen für Saison- und Zehnerkarten, die bereits elektronisch registriert sind, und einen für normale Tagestickets. Basche: "Das hat sich inzwischen eingespielt. Alle Kassen sind doppelt besetzt. Das sind aber natürlich Personalkosten."

Insgesamt fällt Basches Zwischenfazit nach einem Monat Badebetrieb positiv aus. "Die Situation ist für alle schwer. Für uns genauso wie für die Badegäste", verdeutlicht der Bademeister, betont aber: "Alles, was wir auf den Weg gebracht haben, hat sich bewährt. Es gibt Gäste, die fahren 60, 70 Kilometer, um zu uns zu kommen. Wir ziehen Leute aus dem Großraum Stuttgart an. Am Wochenende habe ich mich hier mit Leuten aus Kornwestheim unterhalten, denen es unglaublich gut gefallen hat. Wir können also nicht alles falsch machen."

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