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Albstadt Falsche Feuerwehr alarmiert?

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Herrschte in Ebingen 2010 nur die viel zitierte "Fensterplatzbesetzung"? – Die einen sagen so, die anderen halten dagegen. Foto: Kaminsky

Albstadt-Ebingen - War es gerechtfertigt, die Alarmierungsordnung für die Feuerwehr Albstadt zu ändern, oder nicht? Ein Leserbrief an den Schwarzwälder Boten wirft die Frage erneut auf.

Hinter die beiden stellvertretenden Stadtbrandmeister Frank Bähr und Wolfgang Ziegler stellt sich die Stadtverwaltung in Sachen Änderung der Alarmierungsordnung. Sie hatten während der krankheitsbedingten Abwesenheit von Stadtbrandmeister Michael Adam ein Konzept entworfen, das auch Kreisbrandmeister Stefan Hermann mitträgt, das Oliver Gurski, Abteilungskommandant der Feuerwehr Ebingen, bei deren Korpsversammlung aber offen in Frage gestellt hat.

Hintergrund ist freilich nicht nur eine Äußerung Gurskis bei einer Großübung im Oktober, sondern auch eine Auswertung der Einsätze, die der Kreisbrandmeister vorgenommen hat.

Geheimhaltung der Auswertung

Aus dieser Auswertung – die Stadtverwaltung hat die Herausgabe auf Anfrage des Schwarzwälder Boten strikt verweigert – geht hervor, dass die Abteilung Ebingen bei mehreren Einsätzen, speziell im Herbst 2010, nicht die erforderliche Besetzung aufbieten konnte – weder für den Löschzug, noch für den Rüstzug. Anstatt der Öffentlichkeit die Fakten und Besetzungszahlen vorzulegen, so dass jeder Bürger sich selbst ein Bild machen kann und gegenseitigen Beschuldigungen der Boden entzogen wird, setzt die Stadtverwaltung jedoch auf Geheimhaltung der Auswertung.

Stattdessen hat sie gestern eine Stellungnahme zum Leserbrief eines Tailfinger Bürgers vorgelegt, der im Schwarzwälder Boten die Alarmierung nach einem Verkehrsunfall zwischen Pfeffingen und Margrethausen – auf Pfeffinger Gemarkung – kritisiert hatte. Tenor des Briefes: Die Pfeffinger Wehr sei nicht alarmiert worden, obwohl sie am schnellsten hätte vor Ort sein können. Bei dem Unfall war eine Person schwer verletzt worden.

Diese Nichtalarmierung der Pfeffinger Wehr habe mit der geänderten Alarm- und Ausrückordnung (AAO) nichts zu tun, heißt es in der Pressemitteilung. Bei der Unfallmeldung sei das Stichwort "Margrethausen" genannt und deshalb die dortige Wehr alarmiert worden. Für die Technische Hilfeleistung seien Fahrzeuge des Rüstzuges Albstadt aus Ebingen, Tailfingen und Onstmettingen eingesetzt worden.

Darunter ist auch der Einsatzleitwagen 1, von dem Abteilungskommandant Ralf Langanke bei der Hauptversammlung der Feuerwehr Onstmettingen im Januar gesagt hatte, er sei "in desolatem Zustand" nach Onstmettingen gebracht worden.

Anton Reger, erst nach der Überführung im Dezember 2010, nämlich seit 1. Januar, für die Feuerwehr zuständig, sagte gestern auf Nachfrage, dass Gegenstände gefehlt hätten, "die die Abteilung Ebingen für sich angeschafft hatte". Dass darüber hinaus auch zur Ausstattung gehörende Anweisungen und Formulare gefehlt haben sollen, "habe ich auch gehört", so Reger. Bestätigen wollte er indes nichts.

Reger betonte, dass er in die Zukunft schauen wolle statt "auf vergangenen Schuldzuweisungen aufzubauen". Voraussichtlich im April werde das neue Brandschutzbedarfskonzept für die Feuerwehr Albstadt beraten, das auch Basis für eine neue AAO sei. Vor der Verabschiedung im Gemeinderat werde es durch eine Fachfirma geprüft.

Ihre Redaktion vor Ort Albstadt

Karina Eyrich

Fax: 07431 9364-51

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