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Albstadt Blitzer: "Keine Gelddruckmaschine!"

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Die Stadt Albstadt vergibt einen Auftrag für die mobilen Geschwindigkeitsmessungen. (Symbolbild) Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa

Albstadt - Warum vergibt die Stadt Albstadt einen Auftrag für die mobilen Geschwindigkeitsmessungen, wo sie doch früher selbst eine Anlage dafür hatte? Es war eine interessante Frage, die im Technischen Ausschuss aufgetaucht ist.

Noch steht nicht fest, wer der wirtschaftlichste Bieter sein wird, denn die Submission ist noch nicht über der Bühne. Den Auftrag, eben dem wirtschaftlichsten Bieter den Zuschlag zu erteilen, hat der Technische und Umweltausschuss des Gemeinderates der Stadtverwaltung in seiner jüngsten Sitzung allerdings erteilt.

100.000 Euro für Geschwindigkeitsmessungen

Der Auftragnehmer soll dann in 38 Messwochen zu je fünf Messtagen insgesamt 40 Stunden pro Woche messen. Hinzu kommen 21 Messwochen mit je zwei Messtagen, wobei in diesen zwischen 18 und 1 Uhr gemessen wird. Sieben Messwochen lang kommt eine gemietete, semistationäre Anlage zum Einsatz. An Haushaltmitteln stehen 2020 dafür insgesamt 100.000 Euro zur Verfügung, und weitere Mittel sollen im Haushalt 2021 bereitgestellt werden, denn der Vertrag soll vom 1. März 2020 bis zum 31. Dezember 2021 laufen.

Vorwurf: Stadt kontrolliere nur, um "abzuzocken"

"Warum kaufen wir die Messanlage nicht?" war die Frage, die einer der Stadträte an die Verwaltung stellte. "Manche sagen, das sei so eine Art Gelddruckmaschine." Noch bevor Michaela Maier, die Leiterin des Ordnungsamtes, die Frage beantworten konnte, schaltete sich Oberbürgermeister Klaus Konzelmann ein und betonte mit Nachdruck: "Wir kontrollieren die Geschwindigkeit nicht, um Geld zu verdienen, sondern als Verkehrserziehungsmaßnahme!" Konzelmann weiß, wie oft der Vorwurf kommt, die Stadt kontrolliere nur, um "abzuzocken", wie es dann oft heißt.

Regelmäßiger Wechsel des Messsystem nur auf Miete möglich

Michaela Maier klärte danach den Hintergrund auf: "Früher hatten wir eine eigene Messanlage", sagte sie. Als sie nicht mehr nutzbar gewesen sei, sei die Stadt aber dann dazu übergegangen, eine Anlage zu mieten, denn nur so sei es möglich, immer mal wieder ein anderes Messsystem anzuwenden.

Außer mit so genannten Blitzern misst die Stadt die Geschwindigkeiten auch auf andere Weise, etwa mit einem Gerät, das keine Fotos von zu schnellen Fahrzeugen macht. Es ist kaum sichtbar und dient dazu, festzustellen, wie schnell tatsächlich zu welchen Zeiten gefahren wird, da "Blitzer" die tatsächlichen Verhältnisse beeinflussen können, wenn Fahrer, die geblitzt wurden oder den Blitzer gesehen haben, andere warnen, so dass die auf die Bremse treten. Mit Messinstrumenten ausgestattet sind auch Anzeigetafeln, die als "Smileys" bekannt sind, den Fahrern ihr Tempo verraten und sie anlächeln, wenn dieses im Rahmen des Erlaubten bleibt.  

Auf ihrer Internetseite bietet die Stadt Einblick in alle Messergebnisse, die nach Geschwindigkeitsmessungen vorliegen.

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