Zollernalbkreis - Bundesweit bleibt das Rauschtrinken bei Schülern ein Problem. Mit einem Plakatwettbewerb möchte die DAK-Gesundheit dem entgegensteuern. Auch die Band Luxuslärm rührt die Werbetrommel.

Im Zollernalbkreis geht die Zahl jugendlicher Trinker in den Kreiskliniken allerdings zurück: Im Jahr 2011 kamen nach Informationen der DAK-Gesundheit 86 Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus.

Laut offizieller Landesstatistik sind das im Vergleich zu 2010 um 5,5 Prozent weniger. »Die aktuelle Entwicklung ist erfreulich«, sagt Gerhard Riede von der DAK-Gesundheit Albstadt.

Damit entwickelt sich die Situation im Zollernalkbkreis entgegen dem Trend: In den vergangenen zehn Jahren haben die alkoholbedingten Klinik-Einlieferungen in der Region um 87 Prozent zugenommen.

Auch auf Landesebene gab es in diesem Zeitraum einen deutlichen Anstieg. In der jungen Altersgruppe zwischen zehn und 15 Jahren landeten im vergangenen Jahr landesweit 1193 Kinder und Jugendliche im Krankenhaus. Die Zahl der betroffenen Mädchen war mit 550 Fällen niedriger als bei den Jungen mit 643.

Damit sich der aktuelle Trend im Zollernalbkreis fortsetzt, startet die DAK-Gesundheit erneut ihre Präventionskampagne »bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen«. Bundesweit wurden mehr als 11 000 Schulen angeschrieben und zur Teilnahme eingeladen, davon 37 in der Region.

»Mit der Kampagne gelingt es beispielhaft, ein Zeichen gegen das Rauschtrinken von Jugendlichen zu setzen«, sagt der Suchtbeauftragte des Zol­lernalbkkreises, Josef Huber. »Der Wettbewerb erreicht viele Jugendliche, die selbst oder deren Freunde erste Alkoholerfahrungen machen.«

Durch die künstlerische und gestalterische Auseinandersetzung könnten sie sich kritisch mit diesem Thema beschäftigen. Gerade in den Klassen 7 und höher biete sich eine spannende Möglichkeit, um im Schulunterricht über Alkoholkonsum und seine möglichen Folgen zu sprechen. Auch die Band »Luxuslärm« beteiligt sich an der Kampagne.

Seit 2010 bekannten beim Plakatwettbewerb »bunt statt blau« mehr als 35 000 Schüler Farbe gegen das Komasaufen. »Jugendliche sind im Kampf gegen Alkoholmissbrauch die glaubwürdigsten Botschafter«, weiß Gerhard Riede. Er hoffe, dass viele Schulen das Thema auf den Stundenplan setzen.