Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Kreis Calw Hesse-Bahn: Ziel ist gemeinsame Lösung

Von
Die Tunnel der Hesse-Bahn-Strecke mit ihren Fledermausvorkommen sind Kernpunkte des Konflikts zwischen NABU und Landkreis Calw. Foto: Foto:

Kreis Calw/Stuttgart - Im Streit um die geplante Reaktivierung der so genannten Hermann-Hesse-Bahn im Nordschwarzwald wollen der Landkreis Calw und die Naturschutzverbände gemeinsam eine Lösung suchen. Im Mittelpunkt stehen die Fledermauspopulationen in den Tunneln, die von der Bahn genutzt werden sollen.

Bei einem von Verkehrsminister Winfried Hermann moderierten Gespräch am Donnerstag in Stuttgart vereinbarten beide Seiten, in Arbeitsgruppen die Daten zur Population und zu möglichen Ausweichquartieren abzugleichen und Lösungsmöglichkeiten zu suchen.

Minister Hermann hatte sich als Moderator in dem seit Monaten geführten Streit angeboten. Er betonte, dass er die Bahn als "sehr wichtiges Projekt für einen klimaverträglichen Verkehr" ansieht. Die Landesregierung setze darauf, den Menschen einen attraktiven öffentlichen Nahverkehr anzubieten. Dabei müsse aber der hohe Stellenwert von Natur- und Artenschutz beachtet werden.

Der Calwer Landrat Helmut Riegger betonte, die Reaktivierung der Bahnstrecke sei ein zentraler Baustein, um tausenden Pendlern den Umstieg vom Auto auf den ÖPNV zu ermöglichen.

"Wünsche mir offenere Informationspolitik"

Nach seinen Berechnungen könnten täglich etwa 3000 Fahrgäste auf der Hermann-Hesse-Bahn befördert werden. Sein Kreis brauche dringend eine gute Anbindung an den Schienenverkehr: "Es ist unser Anspruch, dieses ökologische ÖPNV-Projekt naturschutzverträglich zu verwirklichen", so Riegger.

Der Landesvorsitzende des Naturschutzbundes Deutschland (NABU), Johannes Enssle, kritisierte, es gebe kein umfassendes Konzept zum Schutz der Fledermäuse: "Wir hatten bisher das Gefühl, nicht ausreichend wahrgenommen zu werden," so Enssle. Aus Sicht der Naturschutzverbände müsse dafür gesorgt werden, dass die Fledermausbestände in der Region erhalten bleiben.

Der Sprecher des Landesnaturschutzverbandes (LNV), Dieter Laquai aus Nagold, sagte: "Ich würde mir vom Landrat eine offenere Informationspolitik wünschen." Calws Landrat Riegger sicherte dies für die weiteren Gespräche zu. Die von Minister Hermann moderierten Gespräche sollen bis zum Sommer abgeschlossen werden.

 
 

Flirts & Singles

 
 
0

Kommentare

Artikel kommentieren

Kommentarregeln

Um Artikel kommentieren zu können, ist eine Registrierung erforderlich. Sie müssen dabei Ihren Namen sowie eine gültige E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht) angeben. Bei Abgabe Ihrer Kommentare wird Ihr Name angezeigt. Alternativ können Sie sich mit Ihrem Facebook-Account anmelden.

  1. Passwort vergessen?
Sie haben noch keinen Benutzer-Zugang? Jetzt registrieren!
  1. null

loading