Stuttgart - Wenn der Vater das Lego-Raumschiff des Sohnes nicht mehr aus der Hand gibt, die Mutter im Kaufladen kniet, Holzfrüchte und Marzipankartoffeln anpreist und Opa seinen ferngesteuerten Helikopter durchs Wohnzimmer sausen lässt, dann ist er da, der Heilige Abend. Nicht nur die Kinder, auch die Erwachsenen fiebern der Bescherung entgegen.

„Viele Eltern kaufen ihren Kindern zu Weihnachten die Spielsachen, die sie selbst früher gerne gehabt hätten“, sagt Edith Winter, Geschäftsführerin der Stuttgarter Spielwarenhandlung Kurtz. Willy Fischer, Geschäftsführer beim Bundesverband des Spielwaren-Einzelhandels (BVS), stellt fest: „Das klassische Spielen mit Plüsch, Fernsteuerautos, Brettspielen, Modelleisenbahn und so weiter bleibt aktuell.“ Auch in diesem Jahr liegen also die Klassiker unterm Weihnachtsbaum. Doch die Zeiten ändern sich. So ist die Registrierkasse heute vollautomatisch, hat ein Förderband, eine Digitalanzeige und einen Kreditkartenschlitz. Zu kritisch sollte man diese Veränderungen nicht sehen, sagt Winter: „Kinder ahmen beim Spielen die Wirklichkeit nach. Und in der arbeitet die Kassiererin eben mit einem Scanner.“

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„Auch Erwachsene sollten hin und wieder spielen“

Egal welches Spielzeug am Ende unterm Baum liegt: am wichtigsten sei es, Kindern genug Zeit zum Spielen einzuräumen und sie frei spielen zu lassen, ohne ständig einzugreifen. „Nicht nur Kinder entspannen und entfalten sich dadurch. Auch Erwachsene sollten hin und wieder spielen“, sagt die Geschäftsführerin.

Bei der Wahl der Geschenke für die Kleinen rät die Spielzeugexpertin: „Erfüllen Sie nicht jeden Wunsch, aber gehen Sie auf den sehnlichsten ein. Nichts ist schlimmer für ein Kind, als sich mit einem Spielzeug abplagen zu müssen, das ihm nicht gefällt.“

Zusammen mit Edith Winter haben wir einen Rundgang durch die gängigsten Spielzeugsparten gemacht. Unsere Fotostrecke gibt einen Überblick über Trends und Kosten. Die Top Ten unter den Geschenken hat der BVS auf der Internetseite www.top10spielzeug.de aufgelistet.