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Horb a. N. "Ich hatte keine aggressive Grundstimmung"

Von
Sinnliche Berührungen an und mit der Mauer: Elisabeth Kaiser (rechts) und Monika Golla zeigten im Kakteengarten ein Spiel voller Erotik. Foto: Hopp Foto: Schwarzwälder-Bote

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Was für eine Abschiedsvorstellung von Elisabeth Kaiser! Mit ihrer letzten Performance "Rotstich" – gemeinsam mit Monika Golla – hat sie im Kakteengarten gezeigt, dass ihre Kunst nicht nur schockiert.

Horb. Freitagabend, die Sonne ist gerade untergegangen. Kaiser hockt ganz rechts, ganz in Schwarz, hat sich auf den Steinplatten eingeigelt wie ein Embryo. Monika Golla kommt ganz in weiß von links und fängt an, mit der Kaktuszange Geräusche zu machen. Lässt die Stacheln des Kaktus knacken.

Kaiser nimmt einen kolbenartigen Kaktus in die Hand, leckt ihn ab

Der Zangensound geht über in Grillengeräusche. Sängerin Kaiser streicht sich nach und nach die Mauer entlang. Golla lockt Kaiser mit ihrem Fuß, der auf dem Boden schabt. Dann fasst Kaiser Golla an – und gibt wohlige Laute von sich. Beide bewegen sich sinnlich, Kaiser jubiliert. Dann nimmt sie einen kolbenartigen Kaktus in die Hand, leckt ihn ab. Dann noch ein längliches Kaktus-Blatt in die Hand, streicht es hoch und runter. Schließlich versinkt Kaiser wieder inmitten der Pflanzen. Sie war auf den harten Steinplatten gestartet und endet in einem weichen Pflanzenteppich, wie sie hinterher sagt.

Ein Spiel voller Erotik, Sinnlichkeit, aber auch Distanz. Keine Schock-Performance wie vor knapp einem Jahr. Als Elisabeth Kaiser furienartig so intensiv in die Stacheln ging, blutete und mit aggressivem Gesang schockierte.

Die Zuschauer – jeder hat die Performance anders empfunden. Doro Jakubowski, Regisseurin und Schauspielerin: "Ich empfand die Pflanzen als die stärkste Komponente. Über sie ist die Kommunikation zwischen den beiden Menschen entstanden. Am stärksten hat man das bei Elisabeth gesehen – sie hat den Fluss von der Pflanze zum Menschen und hin und zurück am stärksten zum Ausdruck gebracht." Josef Nadj, Bilderhauer: "Ein Stück, welches aus dem Gefühl heraus entstanden ist. Man hat deutlich gesehen, wie das Spannungsverhältnis zwischen beiden im großen Raum zur Interaktion und Bewegung geführt hat – eine spannende Geschichte." Brigitte Vogt: "Ich fand es sehr sinnlich und sehr schön. Die Atmosphäre wurde noch die Lichtstimmung verstärkt."

Und warum war die Performance von Kaiser diesmal nicht so schockierend? Die Sängerin hat dafür eine Erklärung: "Wir hatten zwar gewissen Grundabläufe festgelegt. Aber die Komposition ist spontan entstanden. Diesmal hatte ich nicht so aggressive Grundstimmung wie das letzte Jahr. Im Zusammenspiel mit Monika hat sich etwas Organisches entwickelt, was total sinnlich angehaucht war. Ich fühle mich jetzt total belebt und empathisch."

Und wie hat es Holger Dopp gefallen? Er hatte den Kakteengarten 2011 mit seiner Frau begründet und wurde deshalb zwei Tage vorher von Ministerpräsident Winfried Kretschmann geehrt. Er sagt: "Ich bin ganz ehrlich: Das Ganze ist nicht meine Musik. Was ich aber diesmal von den beiden gesehen habe, fand ich gut."

 
 

Ihre Redaktion vor Ort Horb

Florian Ganswind

Fax: 07451 9003-29

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