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Freudenstadt Minus durch Personalkosten

(hb), vom 15.02.2012 10:03 Uhr
Christian Roppelt nahm zum operativen Betrieb der KLF Stellung.  Foto: SB-Archiv
Christian Roppelt nahm zum operativen Betrieb der KLF Stellung. Foto: SB-Archiv
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Kreis Freudenstadt - Ein Minus von 1,63 Millionen Euro weist der Konzernabschluss der Krankenhäuser Landkreis Freudenstadt gGmbH (KLF) aus. Im Vorjahr waren es noch minus 641 000 Euro. Der höhere Verlust kam zustande, obwohl die Erlöse aus Krankenhausleistungen 2010 gestiegen sind.

Der Konzern KLF besteht aus der Krankenhäuser Landkreis Freudenstadt gGmbH sowie aus den beiden Tochterfirmen Medinzinisches Versorgungszentrum (MVZ) GmbH und der Service GmbH. In der jüngsten Sitzung des Kreistags nahm KLF-Geschäftsführer Christian Roppelt zum Jahresabschluss 2010 kurz Stellung, obwohl seinerzeit noch Geschäftsführer Rainer Schmidhuber tätig war.

Als Ursache für den erhöhten operativen Verlust der KLF machte er die steigenden Personalkosten aus. Den jüngsten Tarifabschluss mit drei Prozent Gehaltserhöhung im ärztlichen Bereich bezeichnete er als "bittere Pille". Insgesamt nannte Roppelt eine Erhöhung der Kosten um rund sechs Prozent, die in keinster Weise durch die gesetzliche Anpassungsrate, die von den Kassen zur Verfügung gestellt wird, abgedeckt werde. Die Schere zwischen der Anpassungsrate und den Personalkostensteigerungen klaffe immer weiter auseinander. Die Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst stünden dabei noch aus.

Roppelt gab ferner bekannt, dass im vergangenen Jahr bei den Budgetverhandlungen mit den Krankenkassen, bei denen Anzahl und Schweregrad der Fälle festgelegt werden, eine Erhöhung erreicht werden konnte, die die KLF sogar noch überschritten habe. Auch für dieses Jahr will Roppelt bei den Verhandlungen, die im April anstehen, eine weitere Erhöhung des Budgets erreichen. Als Problem bezeichnete der Geschäftsführer auch die kurzfristige Liquidität, die man durch ein neues Fallmanagement und Medizincontrolling in den Griff bekommen wolle. Dazu gehöre, dass die Zeit zwischen der Entlassung eines Patienten und der Rechnungsstellung bei den Kassen statt momentan 20 Tage bis spätestens zum ersten Quartal 2013 nur noch drei bis vier Tage vergehen.

Auch bei der Materialwirtschaft müsse man noch mit anderen Anbietern verhandlen. Roppelt merkte zudem an, dass für die technische Ertüchtigung des Krankenhauses Freudenstadt noch einige Entscheidungen diskutiert und getroffen werden müssen.

Kommentare (1)
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FEB
15
18:03 Uhr, geschrieben von Zeitungsleser
Am besten das Personal abschaffen!?
Leider ist es wie immer, dass das Personal mal wieder herhalten muß! Allerdings ist es auch so, wie auch im Bericht erwähnt, dass Materialkosten etc. auch zu Buche schlagen! Gerade in dieser Zeit, wo die Wirtschaft brummt, erhöhen die Lieferanten regelmäßig ihre Preise! Dort sollte man einmal den Rotstift ansetzten! Zum anderen, wie sieht es mit den Kosten der Geschäftsleitung aus? Gibt es dort auch nur 3% Gehaltserhöhung?
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