Enzklösterle Viele Hundehalter müssen mehr bezahlen

Steffi Stocker, 29.11.2012 11:02 Uhr

Enzklösterle - Ab dem 1. Januar 2013 müssen Hundehalter in Enzklösterle tiefer in die Tasche greifen. Das gilt aber lediglich, wenn ein Vierbeiner zum Haushalt zählt.

Der Gemeinderat beschloss in seiner jüngsten Sitzung die Erhöhung der Hundesteuer und eine Neuordnung für Mehrfachhalter. Künftig muss für jeden Hund eine Jahressteuer von 90 Euro berappt werden. "Das ist für Jeden, der nur einen Hund hält, ein ordentlicher Batzen", gab Bürgermeisterin Petra Nych zu bedenken.

Aufgrund der finanziellen Lage der Gemeinde sowie eines langjährigen Verzichts auf eine Erhöhung der Hundesteuer hatte die Verwaltung einen anderen Vorschlag gemacht. Dieser sah für den ersten Hund eine Steigerung um 17 auf künftig 80 Euro vor, für den zweiten und jeden weiteren Vierbeiner eine Veranschlagung von 160 Euro und damit 30 Euro mehr.

Während Gemeinderat Dieter Hoffmann die Anhebung für den zweiten Hund als heftig ansah, verwies sein Ratskollege Mike Frey darauf, dass man dennoch unter dem Durchschnitt im Landkreis Calw liege. "Selbst in der Verwaltungsgemeinschaft mit Bad Wildbad und Höfen liegen wir deutlich unter dem Satz", sagte Stefan Waidelich. Nach Angaben von Kämmerin Sarah Horn sind in Enzklösterle 57 Ersthunde angemeldet, sechs Familien haben zwei Hunde.

Nach reger Diskussion, ob auch die Anzahl der Vierbeiner in einem Haushalt in der Satzung zu verankern wäre, schlug Waidelich vor, sich dem Beitrag Höfens anzunähern und stattdessen den zweiten sowie jeden weiteren Hund wie den ersten zu veranschlagen. Dem folgte das Gremium.

Davon unberührt bleibt die siebenfache Steuerveranlagung für die Haltung eines Kampfhundes. Für ein solches Tier werden ab dem nächsten Jahr 630 Euro fällig.

Außerdem legte der Gemeinderat zwei neue Standorte für Hundetoiletten fest. "Aus der Bevölkerung wurden dazu zahlreiche Anregungen gegeben", ging Nych auf entsprechende Vorschläge ein. Letztlich einigten sich die Räte auf einen Standort an der Festhalle sowie in Nonnenmiss am Beginn des Radweges hinter der Bushaltestelle. Karsten Gauß regte aufgrund des Grenzverlaufes in Nonnenmiss eine Kostenbeteiligung der Stadt Bad Wildbad an, die von der Bürgermeisterin abgeklärt wird.

 
 
Kommentare (4)
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29
Peter Boltz, 17:22 Uhr

Wo bleibt die Katzensteuer?

Wie schon in einem anderen Kommentar hier angemerkt: Wenn man schon meint, die Haltung von Haustieren besteuern zu müssen, dann sollte man konsequent auch eine Hamster-, Kaninchen-, Goldfisch-, Wellensittich- oder Pferdesteuer einführen (und noch weitere). Einfach nur von den Hundebesitzern zu kassieren während alle anderen Tierhalter nichts zahlen müssen, halte ich für diskriminierend, so etwas sollte in unserem Land heutzutage eigentlich nicht länger praktiziert werden. Aber in Zeiten leerer Kassen ist wohl jede Einnahmequelle willkommen und die Hundehalter können sich schließlich nicht wehren. Niemand wird wegen 90 Euro im Jahr (bzw. 27 Euro Mehrkosten) auf seinen treuen Gefährten verzichten. Mit dem Argument, dass andere Gemeinden ja noch mehr verlangen, meint man wohl sein Gewissen beruhigen zu können. Aber eine Ungerechtigkeit wird noch dadurch gerechter, dass es anderswo noch schlimmer ist!

NOV
29
M.K, 15:32 Uhr

Witz (96 EURO )

Verwaltungsgemeinschaft mit Bad Wildbad und Höfen liegen wir deutlich unter dem Satz', sagte Stefan Waidelich. Nach Angaben von Kämmerin Sarah Horn : Höfen verlangt 96 Euro soviel zu deutlich . Die Steuer ist eh nur eine Bereicherung der Gemeinde !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

NOV
29
whocares, 15:22 Uhr

Fußgänger Steuer

Fehlt nur noch die Fußgänger Steuer....... , egal ob kommunaler, Landes- oder Bundesebene....... ihr schröpft bis zum erbrechen und wundert euch später über die schlechter werdende Kaufkraft. Ihr verpulvert Steuergelder was noch nicht mal in die Kassen gespült wurde. Jeder Firmeninhaber oder Privathaushalt wäre schon längst Insolvent. Wer mit Geld nicht umgehen kann hat in der Politik nichts zu suchen !

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