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Zollernalbkreis Volksbank dünnt Filialnetz weiter aus

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Ende März schließt die Volksbank Hohenzollern-Balingen sechs ihrer 18 Filialen. Foto: dpa

Balingen/Hechingen - Der erste radikale Schnitt wurde Ende 2016 vorgenommen, nun folgt der zweite: Ende März schließt die Volksbank Hohenzollern-Balingen sechs ihrer 18 Filialen. Auch bei den Öffnungszeiten wird es Veränderungen geben.

Der persönliche Service wird in den Filialen Grosselfingen, Gruol, Neufra, Owingen, Stetten und Weilstetten beendet. "Dass es mehr im Haigerlocher und Hechinger Raum sind, ist Zufall. Beim letzten Mal hat es den Balinger Bereich getroffen", stellte Vorstandssprecher Arndt Ständer fest. Die Geldautomaten blieben dort aber stehen.

Bei den größeren Geschäftsstellen, in denen die Kunden weiterhin von Mitarbeitern betreut werden – Balingen, Bisingen, Burladingen, Frommern, Gammertingen, Haigerloch, Hechingen-Hospitalstraße und Rosenfeld – verringern sich die Öffnungszeiten von derzeit insgesamt 31,5 Stunden auf 29,5 Stunden. Montags und dienstags sind diese Filialen künftig nicht mehr bis 18 Uhr, sondern nur noch bis 17 Uhr geöffnet.

Nur noch 21 Stunden wird es den persönlichen Service in den kleineren Geschäftsstellen Heselwangen, Melchingen, Rangendingen und Veringenstadt geben; bisher waren es ebenfalls 31,5 Stunden. Dienstag-, Mittwoch- und Freitagnachmittag bleiben sie geschlossen.

Arndt Ständer begründete die Entscheidungen, die vom Aufsichtsrat und Vorstand getroffen worden seien, zum einen damit, dass "die Bankenwelt nicht mehr wiederzuerkennen ist". Er verwies unter anderem auf die Niedrigzinspolitik und starke Konkurrenz. "Dem können wir uns nicht verschließen", so Ständer.

Zum anderen habe sich das Kundenverhalten stark verändert. So hätten so genannte Frequenzanalysen ergeben, dass die Transaktionen, die in den Filialen vorgenommen wurden, von 2017 auf 2018 um 7,2 Prozent zurückgegangen seien, von 2018 auf 2019 um nochmals 9,8 Prozent. Dagegen seien die Bewegungen auf den Online-Konten von 2017 bis 2020 um acht Prozent gestiegen. "Die Kunden kommen auch eher in die größeren Filialen, wenn sie beraten werden wollen", ergänzt Vorstandskollege Joachim Calmbach. Und schließlich werde es immer schwieriger, ganz allgemein Fachkräfte zu bekommen und im speziellen für die kleinen Fililalen Personal zu finden, so der Vorstandssprecher.

"Wir werden aber weiter präsent sein, denn unser Geschäft ist regional", hielt Ständer fest und verwies darauf, dass die Kunden durchschnittlich nur rund zehn Kilometer von einer Geschäftsstellen entfernt seien.

Und um die Ansprüche der Kunden erfüllen zu können, würden nun in den bestehenden Geschäftsstellen Teams aus jüngeren und älteren Mitarbeitern zusammengestellt – um neben der virtuellen auch die persönliche Nähe sicherzustellen, erklärte Calmbach.

Der Veränderungsprozess soll möglichst ohne betriebsbedingte Kündigungen, einvernehmlich und sozialverträglich über die Bühnen gehen, betonte Ständer. "Die Entscheidungen sind aus der Stärke heraus gefallen. Auch mit einem kleineren Geschäftsstellennetz ist uns nicht bange", hielt er fest und verwies auf das erfolgreiche Geschäftsjahr 2019. Für die kommenden Jahre gab er das Motto aus: "Wir wollen und werden verlässlich und nachhaltig sein." Wobei Joachim Calmbach festhält: "Die Filialen stehen auch weiterhin auf dem Prüfstand."

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