Messemacher Jens Güttinger, Oberbürgermeister Roland Tralmer, Axel Mayer vom Stadtplanungsamt und Erwin Straubinger von der Stabsstelle Sanierung (von links) freuen sich über eine gelungene Bauplus-Messe in der Zollern-Alb-Halle. Foto: Horst Schweizer

Vergangenes Wochenende präsentierten 47 Aussteller bei der 18. Fachmesse „Bauplus“ in der Tailfinger Zollern-Alb-Halle eine breite Auswahl zum Bauen, Sanieren, Modernisieren und Wohnen. Ergänzt wurde das Angebot durch verschiedene Vorträge.

Der regionalen Wirtschaft böten sich kaum bessere Möglichkeiten als bei einer Messe, um Leistungsfähigkeit, Trends und neueste Entwicklungen zu zeigen. Gerade die „Bauplus“ sei seit fast zwanzig Jahren eine etablierte Plattform für kleine und mittelständische Betriebe. So jedenfalls sieht es der Ulmer Messemacher Jens Güttinger, der sich mit dem Verlauf seiner 18. Fachmesse am Wochenende zufrieden zeigte.

 

„Die Fachmesse ist schon am frühen Morgen super angelaufen“, so sein erstes Fazit. Auch hätten die Aussteller recht gute und interessante Gespräche geführt. Als Schwerpunkt der Messe nannte Güttinger die regenerative Energie mit Solar und Wärmepumpen. Dies sei im neuen Heizungsgesetz gebündelt und gebunden geworden. Gelobt werde immer wieder sein Konzept mit kostenfreiem Eintritt, was auch einen kurzen Besuch für ein Schwerpunktthema möglich mache.

Auf rund 2000 Quadratmetern bot die Baumesse – jetzt wo der Frühling quasi vor der Türe steht – Haus- und Wohnungseigentümern sowie Mietern eine breitgefächerte Auswahl für Modernisieren und Sanieren oder dem Heimwerker ideale Voraussetzungen, sich zu informieren, um angedachte Pläne umzusetzen. Die Themenbereiche umfassten den kompletten Hausbau mit Haustechnik und Energie sowie auch den Außenbereich. „Dies ist sozusagen das Schaufenster der Region“, so Jens Güttinger.

Etwa die Hälfte der Aussteller kommt aus Albstadt

Zusammen mit Oberbürgermeister Roland Tralmer schufen sie sich bei einem Messerundgang einen Überblick über die Vielseitigkeit, Transparenz und Qualität der Aussteller. „Ich bin froh, dass wir die Messe, die für Albstadt wichtig ist, hier haben“, sagte Tralmer – und stellte positiv heraus, dass etwa die Hälfte der Aussteller aus Albstadt kämen. Die Stadt werde sich künftig wieder an der Baumesse, „die ein super Marktplatz ist“, beteiligen und präsent sein.

Unterschiedlich stark waren die Vorträge besucht. Die kommunale Wärmeplanung der Stadt Albstadt stellte Klimaschutzmanager Simon Stüve vor. Albstadt mit rund 47 400 Einwohnern hat einen jährlichen Stromverbrauch von etwa 2100 Gigawattstunden, der mit zehn bis 13 Windrädern erzielt werden könnte. Da Albstadt eine höchst sonnenreiche Region sei, lohne es sich, Strom durch Photovoltaik zu erzeugen, informierte die Firma Solera. Mit 24 Dachmodulen würden rund 10 000 Kilowattstunden erzeugt, ein Vier-Personen-Haushalt habe einen Bedarf von rund 5000 Kilowattstunden.

Informative Vörträge auch zum Thema Einbruchschutz

Empfohlen wurden in verschiedenen Vorträgen auch Wärmepumpen, die im Sommer auch kühlen könnten. Was auch bei älteren Heizungsanlagen machbar wäre, zumal Öl- und Gasheizungen als Auslaufmodell gelten. Lothar Rieger vom Polizeipräsidium Reutlingen informierte in Vorträgen über die Realisierung von Einbruchschutz durch Schwachstellen und Telefonbetrug.