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Zöliakie So kommen Gluten-Allergiker gut über Ostern

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Beim glutenfreien Backen muss stets auf die Sauberkeit aller Utensilien geachtet werden, um eine Kontamination ausschließen zu können. (Symbolfoto) Foto: Deutsche Zöliakie Gesellschaft e.V.

Region - Magenkrämpfe, Durchfall und Erbrechen können Festtage wie Weihnachten und Ostern zum Horror für Zöliakie-Betroffene werden lassen. Wer an der Autoimmunerkrankung leidet, muss eine strikt glutenfreie Diät halten. Gar nicht so einfach, angesichts der Leckereien, die sich zu Ostern in den Supermarkt-Regalen türmen. Denn nicht immer ist auf den ersten Blick zu erkennen, dass ein Lebensmittel Gluten enthält.

Augen auf im Supermarkt!

Eine böse Überraschung kann sich etwa in Eierfarbe verbergen. Die Deutsche Zöliakie-Gemeinschaft, kurz DZG, warnt ausdrücklich davor, dass darin Gluten enthalten sein kann. Durch Poren und kleine Risse in der Eierschale könne die Farbe in das Ei eindringen und den "Genuss von Ostereiern zunichte machen".

Klassisches Ostergebäck wie Osterbrot oder Mürbteig-Hasen bestehen meistens aus Weizenmehl und sind daher ebenfalls nicht glutenfrei. Auf der Internetseite der DZG haben Betroffene Rezepte gesammelt, die auch für Neulinge gut machbar sind. Die DZG weißt darauf hin, dass sich Anfänger beim glutenfreien Backen nicht erschrecken sollen, wenn der Teig sich anders anfühlt als bei glutenhaltigem Teig.

Bei einigen Schokohasen sieht die Sache anders aus. So findet sich auf der Zutatenliste der Lindt-Goldhasen zwar "Gerstenmalzextrakt", dennoch ist das Produkt glutenfrei. Wie die DZG in einem Sonderdruck zu Ostern mitteilt, hält sich der Schokoladenhersteller an die erlaubte Obergrenze. Lindt selbst schreibt dazu: "Sofern in der Zutatenliste nur Gerstenmalzextrakt als Getreidebestandteil angegeben ist, beträgt der Glutengehalt dieser Produkte weniger als 20 ppm (milionstel Gramm, Anmerkung der Redaktion), was im Sinne des Codex Alimentarius als glutenfrei definiert ist."

Arbeitsumfeld muss sauber sein

Wenn der Einkauf im Supermarkt geschafft ist, lauern die Gefahren in der eigenen Küche. Das gesamte Arbeitsmaterial - Töpfe, Besteck oder Messbecher - muss frei von Rückständen sein. Bereits ein achtel Gramm Weizenmehl enthält mehr als die erlaubten 20 ppm und kann somit eine allergische Reaktion hervorrufen.

Getrennte Aufbewahrung

Bei der Aufbewahrung muss Glutenhaltiges stets getrennt von glutenfreien Produkten gelagert werden, da es sonst zu einer Kreuzkontamination kommen kann. Bei dieser gehen geringe Spuren Gluten auf das glutenfreie Produkt über. Bei verpackten Lebensmitteln wie Schokolade oder Käse besteht diese Gefahr nicht.

Wer also bei der Zutatenliste genau hinschaut und auch bei Lagerung und Zubereitung Sorgfalt walten lässt, kann sich auf beschwerdefreie Feiertage freuen.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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