Tigers erarbeiten sich vor Spiel 6 am Donnerstag den ersten Matchpuck in der Viertelfinalserie. Erst im Schlussdrittel belohnen die Wild Wings ihre gute Leistung mit zwei, allerdings zu späten Treffern.
Die Wild Wings haben das Spiel 5 in der Play-off-Viertelfinalserie am Dienstagabend in Straubing trotz einer guten Leistung knapp mit 2:3 verloren.
Damit steht es in der Serie 3:2 für die Tigers, die am Donnerstag in Schwenningen den Deckel draufmachen können.
Wild-Wings-Angreifer Daniel Pfaffengut zeigte sich kämpferisch nach dem Schlusszeichen: „Wir sind nach dem 0:3 gut zurückgekommen und haben Charakter gezeigt. Es liegt nur an uns. Noch ist nichts vorbei.“
Die Personalien
Bei den Schwenningern stand Joacim Eriksson im Tor. Boaz Bassen kehrte nach seiner Pause in Spiel 4 zurück in den Angriff für Ken André Olimb.
„Wir brauchen einen guten Start“, hatte Wild-Wings-Coach Steve Walker vor dem ersten Bully am Dienstag gefordert.
Straubings Trainer Tom Pokel hatte sein Line-up im Vergleich zum 5:1-Sieg in Schwenningen nicht verändert. Kapitän Sandro Schönberger, der nach dieser Saison aufhört, absolvierte sein 700. DEL-Spiel.
Das erste Drittel
Schwenningen setzte zunächst offensiv einige Akzente. Die erste klare Chance besaßen aber die Straubinger in der 8. Minute durch Michael Clarke. Hier zeichnete sich Joacim Eriksson mit einem Big Save aus. In der 19. Minute gewann Sandro Schönberger in der Box vor dem Wild-Wings-Tor einen Zweikampf entscheidend und netzte zum 1:0 ein. Beide Teams hatten bis dahin äußerst diszipliniert verteidigt.
„Wir hatten uns zum Ziel gesetzt, nicht in Rückstand zu kommen, Gut, dass wir es so umgesetzt haben“, erklärte Tigers-Angreifer Tim Brunnhuber in der ersten Drittelspause.
Das zweite Drittel
17 Sekunden waren erst hier gespielt, als JC Lipon zum 2:0 (sein bereits fünfter Play-off-Treffer) traf. Michael Connolly hatte hinter dem Tor in der Vorarbeit eine hervorragende Übersicht bewiesen. Die Wild Wings investierten in den Folgeminuten sehr viel, agierten im Forecheck noch eine Spur aggressiver. Doch im Konter gelang Straubing durch Cole Fonstad (31.) das 3:0. Fast im Gegenzug scheiterte Zach Senyshyn bei seinem Solo gegen Tigers-Keeper Hunter Miska. Es war eine der Schlüsselszenen aus Sicht der Gäste.
2,9 Sekunden vor dem Ende des zweiten Drittels wurde ein Tor von Schönberger wegen Torhüterbehinderung nicht gegeben. 3:0 vor dem letzten Drittel für die Tigers – es spiegelte bis dahin nich den wahren Spielverlauf wider.
Zach Senyshyn forderte vor der Crunchtime: „Wenn wir besser auf den Puck aufpassen, dann geht noch was.“
Das dritte Drittel
Im Schlussabschnitt zeigten die Wild Wings eine Top-Moral: Zach Senyshyn (55.) verkürzte auf 1:3. Steve Walker nahm Eriksson zwei Minuten vor dem Ende aus dem Tor – Alex Karachun gelang das 2:3 (58:18). Es sollte aber nicht mehr für Schwenningen reichen.
Am Donnerstag werden in Schwenningen die Karten in Spiel 6 nochmals neu gemischt. Es ist für die Wild Wings noch lange nicht vorbei.
Die Statistik
Straubing – Wild Wings 3:2 (1:0, 2:0, 0:2).
Tore: 1:0 Schönberger (18:20 – Assists: Clarke, Samuelsson), 2:0 Lipon (20:17 – Connolly, Brunnhuber), 3:0 Fonstad (30:48 – Scott), 3:1 Senyshyn (54:31), 3:2 Karachun (58:18 – Senyshyn, Marshall).
Strafen: Straubing: 12 – Wild Wings: 14.
Schiedsrichter: MacFarlane/Schrader.
Zuschauer: 5635 (ausverkauft).