Wumm, so eben hat Tylor Spink (Mitte, verdeckt) nach nur 77 Sekunden das 2:0 gegen Straubing erzielt. Die Wild Wings erwischten im zweiten Viertelfinalspiel einen Auftakt nach Maß. Foto: Roland Sigwart

Gastgeber begeistern beim 5:1-Sieg die Helios Arena. Walker-Team liegt nach nur 77 Sekunden schon mit zwei Toren vorne. Joacim Eriksson ist der große Rückhalt.

Sehr effektive Wild Wings haben das zweite Spiel in der Play-off-Viertelfinalserie daheim gegen die Straubing Tigers mit 5:1 überzeugend gewonnen.

 

In der Serie (Modus „Best of 7“) steht es nun 1:1. Am Freitag (19.30 Uhr) geht es in Straubing weiter.

Die Personalien

Schwenningens Coach Steve Walker freute sich zunächst darüber, „dass wir wieder in unsere Arena zurückkehren.“ Alex Karachun war für dieses eine Spiel gesperrt.

Max Görtz war für Karachun doch keine Option. Walker zog Boaz Bassen in den Sturm vor und setzte in der Verteidigung Johannes Huß nach dessen Pause ein. In der Schwenninger Paradereihe stürmte nun Phil Hungerecker neben Zach Senyshyn und Kyle Platzer.

Das erste Drittel

Es waren erst 16 Sekunden gespielt, da stand es 1:0 für die Wild Wings. Ausgerechnet der zuletzt oft pausierende Johannes Huß hatte von der blauen Linie abgezogen – Tigers-Keeper Florian Bugl hatte keine Chance. Nach 77 Sekunden war auf dem Videowürfel das 2:0 zu lesen. Die Helios Arena tobte. Ben Marshall hatte abgezogen – Tylor Spink die Scheibe noch abgefälscht. Gästecoach Tom Pokel nahm sofort eine Auszeit. Doch diese zeigte ersteinmal keine Wirkung.

Schwenningen legte ein blitzsauberes erstes Drittel hin, ließ Straubing kaum Luft und führte in der elften Minute durch einen Tor von Phil Hungerecker mit 3:0. Genial war dabei, dass die Gastgeber zuvor vorne hervorragend checkten und einen Fehlpass der Tigers provozierten. So stand es auch nach dem ersten Abschnitt. Johannes Huß zog eine Zwischenbilanz: „Wir müssen so weitermachen. Hart weiterspielen, Scheibe raus und nachgehen. Unser Konzept ist bisher voll aufgegangen, dass wir hinten schnell rausspielen.“

Das zweite Drittel

Im zweiten Abschnitt agierten die Neckarstädter zunächst zu passiv und kassierten in der 24.Minute prompt das 3:1 durch den freistehenden Michael Connolly – die Tigers waren nun dran. Erst in der 30. Minute gab es wieder eine Chance der Wild Wings durch Sebastian Uvira.

Ganz wichtig war dann (32.) das 4:1 durch Tyson Spink. Dieser hatte einen Marshall-Schuss erfolgreich abgefälscht. Schwenningen verteidigte den Drei-Tore-Vorsprung in die letzte Pause rein. Straubings Michael Connolly gab sich kämpferisch: „Jetzt versuchen wir noch das letzte Drittel zu gewinnen und dann schauen wir, was passiert. Wir müssen noch besser in die hartumkämpften Zonen kommen.“

Zach Senyshyn (links) bejubelt das zwischenzeitliche 3:0. Foto: Roland Sigwart

Das dritte Drittel

Dies passierte aus Straubinger Sicht aber nicht mehr. Im Schlussdrittel waren sechs Minuten gespielt, als sich Will Weber (Fünf Minuten Strafe) und JC Lipon (Zwei plus fünf) einen Faustkampf lieferten. Das Powerplay nutzten die Schwenninger kurze Zeit später mit dem 5:1 durch Chris Brown.

Nach dem Schlusszeichen sagte Wild-Wings-Torschütze Tylor Spink: „Das wird noch eine gute Serie. Wir sind daheim gut, sie sind daheim gut. Der Sieg heute war wichtig.“

Die Statistik

Wild Wings – Straubing 5:1 (3:0, 1:1, 1:0).

Tore: 1:0 Huß (0:16) – Assists: Senyshyn, Hungerecker), 2:0 Tylor Spink (1:17 – Marshall), 3:0 Hungerecker (10:34), 3:1 Connolly (23:14 – Lipon, Scott), 4:1 Tyson Spink (31:58 – Marshall, Tylor Spink), 5:1 Brown (46:07/5:4 – Tyson Spink, Larkin).

Strafen: Wild Wings: 13 – Straubing: 19.

Schiedsrichter: Anderson/Hunnius.

Zuschauer: 5080 (ausverkauft).