Damit rückt das Walker-Team in der DEL wieder auf Platz vier vor. Gastgeber zeigen eine reife Leistung gegen undisziplinierten Tabellenführer. Dritter Shutout von Eriksson.
Die Wild Wings haben am Dienstagabend daheim gegen den DEL-Tabellenführer Berlin hochverdient in der Helios Arena mit 3:0 gewonnen und rücken beim Restart nach der Länderspielpause wieder auf den vierten Platz vor. Es war der 19. Heimsieg der Schwenninger und der dritte Shutout von Torhüter Joacim Eriksson in dieser Saison.
Die Eisbären traten insgesamt – überraschend – undiszipliniert auf, saßen öfters in der Kühlbox und zerlegten sich an diesem Abend so auch selbst.
Die Personalien
Wild-Wings-Coach Steve Walker stand sein kompletter Kader zur Verfügung. Also musste er drei überzählige Spieler in die Zuschauerrolle stecken. Dies betraf Verteidiger Peter Spornberger sowie die beiden Angreifer Boaz Bassen und Ken André Olimb, der zuletzt für Norwegen gespielt hatte.
Das erste Drittel
Steve Walker hatte vor dem Spiel mit viel Respekt vor allem von dem Tempospiel der Eisbären gesprochen. Doch ein hohes Tempo schlugen die Schwenninger von Beginn an, besaßen durch Tylor Spink bereits nach knapp einer Minute eine große Chance und gefielen durch ein schnelles Umschaltspiel nach vorne. Der starke Eisbären-Keeper Jake Hildebrand hatte in dieser Phase gut zu tun.
Die Berliner reagierten mehr im ersten Drittel, als dass sie agierten. Schwenningen nutzte allerdings am Ende des ersten Abschnitts ein 5:3-Überzahlspiel nicht.
Wild-Wings-Topscorer Tyson Spink zeigte sich mit dem ersten Drittel seines Teams insgesamt einverstanden, monierte aber hinsichtlich des Powerplays: „Da müssen wir eben auch mehr und besser aufs Berliner Tor schießen.“
Das Mitteldrittel
Im Mitteldrittel setzten die Gastgeber ihre gute Leistung fort. In der 26. Minute – beim Zwischenstand von 13:2-Schüssen bis dahin – platzte im nächsten Powerplay der Knoten bei den Wild Wings: Nach starker Vorarbeit von Chris Brown erzielte Tylor Spink die verdiente 1:0-Führung.
Die Schwenninger überstanden anschließend ein vierminütiges Unterzahlspiel, gingen mit dem knappen Vorsprung (26:13-Schüsse) in die letzte Pause.
Berlins Verteidiger Eric Mik war zu diesem Zeitpunkt „angefressen“: „Wir sind noch nicht im Spiel drin und Schwenningen zeigt eine gute Leistung.“
Das letzte Drittel
Hier waren sechs Minuten gespielt, als Alex Karachun einen klasse Konter fuhr und die Scheibe zum 2:0 unter den Querbalken des Berliner Tores hämmerte. Es war schon das 19. Saisontor des Topstürmers.
Vollkommen daneben war dann (52.) der üble Stockschlag von Frederik Tiffels auf den Rücken von Daniel Pfaffengut. Der Berliner Nationalspieler kassierte eine Spieldauerstrafe. Mit dem Überzahltor von Kyle Platzer (14. Saisontor) machten die Wild Wings am Ende zum 3:0 den Deckel drauf.
Alex Karachun zog Bilanz: „Wir haben heute da angesetzt, wo wir vor der Pause gegen Köln aufgehört haben. Wenn das am Ende so mit Strafen ausartet, zeigt, wie verzweifelt Berlin heute war.“
Die Statistik
Wild Wings – Eisbären Berlin 3:0 (0:0, 1:0, 2:0). Tore: 1:0 Tylor Spink (25:03/5:4 – Assists: Brown und Görtz), 2:0 Karachun (45:22), 3:0 Platzer (58:41/5:4 – Senyshyn und Eriksson). Strafen: Wild Wings: – Berlin: 12:26 plus eine Spieldauerstrafe für Tiffels/Berlin.Schiedsrichter: Gofman/Iwert.Zuschauer: 4417.