Daniel Pfaffengut bejubelt sein Tor zum vorentscheidenden 4:2. Trotz der zwischenzeitlichen Aufholjagd der Gäste aus Augsburg gewannen die Wild Wings ihr Heimspiel am Ende verdient. Foto: Eibner//Sven Laegler

Die Schwenninger Wild Wings gingen trotz eines zwischenzeitlichen Augsburger Comebacks am Sonntag als verdienter Sieger vom Eis. Nun stehen in der Hauptrunde nur noch zehn Partien an.

Trotz der 2:5-Niederlage war Augsburgs Cheftrainer Christof Kreutzer nach der Partie voll des Lobes für sein Team: „Ich denke, das war ein sehr gutes Spiel von meiner Mannschaft. Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen – sie haben hart gearbeitet und das Spiel angenommen.“ Der ehemalige sportliche Leiter der Wild Wings hatte die Gäste gut auf die Aufgabe in der Helios Arena eingestellt – und deshalb zwischenzeitlich sicherlich für Sorgenfalten bei dem ein oder anderen der 4840 Zuschauer gesorgt.

 

Nicht Frankfurt 2.0

Nach einer halben Stunde waren die Schwenninger noch voll auf Kurs. Durch den 18. Saisontreffer von Alexander Karachun und ein Tor von Zach Senyshyn stand es 2:0 – alles deutete auf einen komfortablen Heimsieg hin. Doch dann kamen die Panther zurück – wie schon die Löwen am Freitagabend. Diesmal allerdings – im Gegensatz zum 2:3 nach Penaltyschießen gegen Frankfurt zwei Tage zuvor – behielten die Gastgeber die Nerven und konnten nach Toren von Sebastian Uvira, Daniel Pfaffengut und Kyle Platzer den 17. Heimsieg der laufenden DEL-Spielzeit bejubeln.

Ausgleich als Weckruf

„Der Ausgleich war wie ein Weckruf für uns“, sagte Wild-Wings-Coach Steve Walker nach dem Spiel. „Wir haben danach einen Weg gefunden, in den richtigen Momenten zur Stelle zu sein. Und dadurch haben wir enorm wichtige drei Punkte geholt. Einen echten Erkläransatz für das erneute gegnerische Comeback hatte Walker nicht: „Natürlich hatten wir nach dem Frankfurt-Spiel eine Art Déjà-vu. Wir haben uns im zweiten Drittel zu viele Scheibenverluste geleistet und Augsburg hat das ausgenutzt. Wir hätten auch in Rückstand geraten können“, kritisierte er sein Team.

Er betonte aber gleichzeitig: „Es ist nicht einfach, zu gewinnen. Wir lernen dazu, wir entwickeln uns als Mannschaft. Es ist gut, dass wir solche Herausforderungen haben. Daran wachsen wir.“ Ein Sieg nach einem Comeback des Gegners, und das gegen ein Team, gegen das man in der laufenden Saison bereits zweimal als Verlierer vom Eis ging: Das 5:2 über die Panther scheint zumindest ein kleiner Wachstumsschub gewesen zu sein.

DEG und Haie warten

Der Schwenninger Blick richtet sich nun erneut nach vorne, auf die nächsten Aufgaben. Am kommenden Wochenende stehen erneut zwei Partien an. Zunächst sind die Wild Wings zu Gast beim Tabellenzehnten in Düsseldorf (Freitag, 19 Uhr). Dann kommt es am Sonntag (14 Uhr) in der Helios Arena zum Top-Spiel gegen die Kölner Haie, die mit einem Sieg über Bremerhaven am Dienstagabend (19.15 Uhr) in der Tabelle bis auf zwei Punkte an die aktuell viertplatzierten Wild Wings heranrücken könnten.

„Wir sind sehr zufrieden mit den ersten 42 Spielen. Aber diese letzten zehn Partien werden definitiv die schwierigsten der Saison“, appelliert Walker an seine Mannschaft. Im Kampf um die Playoffs will man sich also in den kommenden Wochen keine Ausrutscher erlauben – und sich möglichst für eine herausragende Saison belohnen.