Unterkirnach wartet auf die kommunale Wärmeplanung. Ohne eine Landesförderung will das Schwarzwalddorf nicht in die Planung für die künftige Wärmeversorgung im Ort einsteigen.
Bürgermeister Andreas Braun informierte in der jüngsten Gemeinderatssitzung, dass Unterkirnach gemeinsam mit Mönchweiler und Tuningen einen Förderantrag für die Ausarbeitung der örtlichen Wärmeplanung gestellt habe. Derzeit gebe es aber noch keinen Förderbescheid, ergänzte er.
Weil die Förderung erheblich sei, wolle er mit der Ausarbeitung der Wärmeplanung für Unterkirnach warten, bis vom Land die Förderzusage vorliegt. Laut dem Programm für die freiwillige kommunale Wärmeplanung von Baden-Württemberg erfolgt die Förderung als nicht rückzahlbarer Zuschuss. Der Zuschuss beträgt maximal 80 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben.
Ebenso wie Bürgermeister Andreas Braun ließ auch Patrick Seng wissen, dass das Thema Wärmeplanung auch Bürger von Unterkirnach bewegt.
Leitlinie für den Umbau des Energiesystems
„Ich habe Fragen aus der Bevölkerung erhalten. Die Wärmeplanung gibt eine Leitlinie für den Umbau des Energiesystems“, sagte er. „Inhaltlich können wir erst nach dem Eingang der Förderzusage diskutieren“, warf Horst Belz in die Diskussion.
„Wir wissen, dass der Antrag gestellt ist. Nun müssen wir warten“, schlug Bernhard Kuberczyk in die gleiche Kerbe.
Die Debatte im Gemeinderat machte deutlich, dass es in der Frage nach dem voraussichtlichen Beginn der Wärmeplanung für Unterkirnach viel Spekulation gibt. Von Ende dieses Jahres bis nach 2025 reichten die Mutmaßungen.
Technischer Ausschuss wird angeregt
Susanne Ciampa regte an, nach der Gemeinderatswahl 2024 einen technischen Ausschuss zu gründen, der das Thema begleitet und für zeitnahe Information sorgt. Auch der Punkt, dass Entscheidungen von heute und morgen im Licht der künftigen Wärmeplanung mit mehr Unsicherheiten behaftet sind, wurde angesprochen. „Es ist völlig unrealistisch, dass wir in diesem Jahr eine Wärmeplanung bekommen. Der größte Fehler wäre, bis zum Vorliegen der Planung keine Entscheidungen mehr zu treffen“, machte Gemeinderätin Ciampa ihre Haltung deutlich.